Dienstag, 3. Dezember 2013

Misstrauen gegenüber mobilen Mitarbeitern

(c) Michael Grabscheit / pixelio.de

In deutschen Betrieben sind kaum Managementtechnologien vorhanden und es werden kaum Schulungen angeboten, sodass laut einer Studie von Regus flexible Arbeitszeitmodelle nicht optimal genutzt werden können.

Obwohl rund die Hälfte der Arbeitnehmer mobil unterwegs ist, glauben nur 36 % der Führungskräfte an eine effektive Koordination der Mitarbeiter. Damit steht Deutschland ziemlich allein da, denn weltweit gaben deutlich mehr als die Hälfte der Befragten an, dass ein Management der mobilen Angestellten möglich ist. Die Skepsis der Deutschen könnte laut Studie auf fehlenden Schulungen zur Führung entsprechender Mitarbeiter und nicht etablierten Managementtechnologien beruhen. So nutzen beispielsweise nur 15 % er Firmen hierzulande spezielle Reporting Systeme, um die Produktivität der Angestellten zu prüfen. Weltweit tun das immerhin 37 %.

Dabei profitieren alle Beteiligten vom flexiblen Arbeiten, sagt Michael Barth, Deutschlandgeschäftsführer von Regus, Voraussetzung sei jedoch, dass Personalverantwortliche wissen, wie sie ihre Mitarbeiter auch aus der Ferne managen können. Vertrauen und Freiheit spiele dabei eine wichtige Rolle: „Gelingt dieser Balanceakt, liegen die Vorteile auf der Hand: Unternehmen profitieren von einer größeren Produktivität, einer verbesserten Mitarbeiterbindung und niedrigeren Betriebskosten.“