Montag, 7. Mai 2012

Mit Gegenangeboten Jobwechsel verhindern

© PIXELIO/Katrin Schindler

„Was kriege ich, wenn ich nicht gehe?“ Viele Arbeitnehmer lassen sich durch ein besseres Gegenangebot ihres bisherigen Arbeitgebers von einem Wechsel abhalten.

Das meldet der Personaldienstleister Robert Half als Ergebnis seines aktuellen Workplace Survey. So habe sich laut Umfrage knapp ein Drittel der deutschen Mitarbeiter, die bereits gekündigt hatten, durch lukrative Gegenangebote zum Bleiben bewegen lassen. Ähnlich sehe es in Großbritannien und Frankreich aus. Im restlichen Europa habe sich zumindest jeder Vierte entschlossen, seinem bisherigen Unternehmen nach einem unwiderstehlichen Angebot doch treu zu bleiben. Angesichts dessen entdeckten immer mehr Arbeitgeber dieses Instrument, um Personal an sich zu binden. Bei den französischen Personalern hätten 27 % verstärkt auf diese Weis im letzten halben Jahr ein Abwandern verhindert. In Großbritannien seien es immerhin 23 % gewesen. Auch hierzulande hätten 22 % auf diese Methode zurückgegriffen. „Unternehmen befinden sich in einer schwierigen Situation, wenn wichtige Mitarbeiter den Arbeitgeber wechseln wollen. Dennoch sollten Gegenangebote immer auf ihren tatsächlichen Nutzen überprüft und nur bei wirklich unentbehrlichen Mitarbeitern eingesetzt werden. Besser ist es, ein Unternehmensklima zu schaffen, in dem die Mitarbeiter gern arbeiten – und gute Kräfte so langfristig zu binden“, rät Sladjan Petkovic, Director bei Robert Half International.