Donnerstag, 3. Januar 2013

Mitarbeiter in Jobwechsel-Laune

© Gerd Altmann/ Shapes:AllSilhouettes.com/ pixelio.de

Neues Jahr, neues Glück: Jeder dritte Mitarbeiter kann sich gut vorstellen, dieses Jahr seinen Job zu wechseln.

Das geht aus einer repräsentativen Forsa-Studie im Auftrag von Xing hervor. So zeigten sich 28 % der Befragten offen für einen Arbeitgeberwechsel. 7 % sind bereits in konkrete Planungen eingestiegen. Bangen müssen Arbeitgeber vor allem um ihre leitenden Angestellten: 40 % stehen einem Wechsel positiv gegenüber. 8 % sind fest entschlossen, zu neuen Jobufern aufzubrechen.

„Es ist völlig klar, dass es mehr Arbeitnehmer gibt, die offen für einen Jobwechsel sind, als solche, die aktiv suchen. Dass die Zahlen so eklatant sind, überrascht aber selbst mich“, zeigte sich Xing-CEO Thomas Vollmoeller erstaunt. Ursache kann allerdings nicht Frust am Arbeitsplatz sein. Denn gerade einmal 18 % äußerten sich unzufrieden mit dem Status quo. Die restlichen 82 % sind dagegen durchaus glücklich ihrem derzeitigen Job.

Doch was treibt die Mitarbeiter denn dann in die Hände fremder Arbeitgeber? Für 59 % der Befragten stimmt es bei „Gehalt und Benefits“ nicht mehr. Jeweils knapp die Hälfte stört sich am Verhalten der Vorgesetzten bzw. der Arbeitsatmosphäre.

Dementsprechend achten Arbeitnehmer auf diese Faktoren bei einem neuen Arbeitgeber. Allerdings ist ihnen hier mit 73 % die Arbeitsatmosphäre am wichtigsten. 70 % schauen nach „Gehalt und Benefits. 65 % haben das Verhalten der Vorgesetzten im Blick. Dementsprechend mahnt Vollmoeller: „Heute kommt kein Unternehmen mehr ohne systematische Pflege der Arbeitgebermarke aus.“

Dabei schneiden auf Portalen für Arbeitgeberbewertungen, wie kununu, kleine bis mittelständische Arbeitgeber besser ab als große. Betriebe mit bis zu zehn Mitarbeitern erreichen mit einer durchschnittlichen Bewertung von 4 Punkten bei 5 möglichen den Bestwert. Firmen mit weniger als 1.000 Beschäftigten erhalten eine 3,7. Wer größer ist, muss sich mit 3,5 Punkten bescheiden.