Donnerstag, 29. November 2012

Mittelständler ignorieren Bachelor-Absolventen

© Thomas Kölsch/pixelio.de

Man sollte meinen, der Bachelor ist ideal für den Berufseinstieg: Schnell, praxisnah und international. Nach einer neuen Studie der Personalberatung TreuenFels hat der Mittelstand aber kaum Interesse an den Bachelor-Absolventen.

 Demnach stellen mittelständische Unternehmen hauptsächlich Bewerber mit einem Master-Abschluss ein. Der Bachelor gilt dort bestenfalls als Zwischenabschluss. Sie halten die Absolventen noch nicht fit genug für den Arbeitsmarkt. Viele Mittelständler würden zudem über Bachelor denken, dass sie diese erst noch ausbilden müssten. Eine andere Erklärung ist, dass viele befürchten, dass sie die Absolventen schnell wieder verlieren, wenn diese bspw. den Master-Abschluss noch nachholen wollen.

Dennoch sind die Aussichten laut Studie gut, dass die Bachelor-Absolventen doch noch den Weg in die mittelständischen Unternehmen finden. Personalberaterin Mailänder dazu: „Der Bachelor-Master-Aufbau passt gut zu modernen Patchwork-Karrieren und zum Konzept des lebenslangen Lernens. Wenn die mittelständischen Firmen Studenten schon im Studium bewusster fördern, können sie die High Potentials auch früh und langfristig an sich binden. Und unter den nachwachsenden Fach- und Führungskräften sind auch immer mehr Bachelor-Absolventen, so schwinden die Berührungsängste.“