Mittwoch, 2. Dezember 2015

Mittelstand sollte Digitalisierung besser nutzen

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Der Fachkräftemangel betrifft vor allem kleine und mittlere Unternehmen (KMU). Oft sind größere Firmen attraktiver und haben deshalb einen Vorsprung bei der Gewinnung und Bindung neuen Personals, ergab eine aktuelle Befragung des Instituts für angewandte Arbeitswissenschaften e. V. (ifaa) innerhalb der Metall- und Elektroindustrie.

Die Studie verrät, dass etwa 40 % der Unternehmen noch nicht auf den digitalen Wandel reagieren – ein Großteil davon sind Mittelständler. Die Beschäftigten werden immer älter und die Firmen finden auch schwerer neue Auszubildende. Deshalb müssen sie Mitarbeiter besser qualifizieren, Prozesse verschlanken und Wissen sichern. Industrie 4.0 kann den Fachkräftemangel kompensieren, indem man neue Technologien wie bspw. Assistenzsysteme nutzt. Solche erweitern den Einsatzbereich vorhandener Mitarbeiter. Leider setzen gerade KMUs diese Möglichkeiten nicht um. Sie empfinden laut Befragung das Thema der Digitalisierung zwar als allgemein sehr wichtig, jedoch weniger für das eigene Unternehmen. Der technologische Fortschritt führt zu mehr Flexibilität und diese kann man dazu nutzen, Fachkräfte zu finden und zu behalten. Betriebe benötigenFlexibilität je nach Produktivitätsauslastung, Mitarbeiter für die Vereinbarung von Familie und Beruf.
Außerdem erleichtert Industrie 4.0 Personen den Zugang zum Arbeitsmarkt, die bisher zeitlich und räumlich eingeschränkt waren, meinen die ifaa-Forscher.