Montag, 28. Oktober 2013

Motivation durch Dauernachtarbeit

(c) Bernd Kasper / pixelio.de

Eine Befragung unter Dauernachtarbeitern durch die Continental AG und das Institut für angewandte Arbeitswissenschaften e. V. (ifaa) hat ergeben, dass der Hauptgrund für dauerhafte Nachtarbeit eine „bessere Planbarkeit von Freizeit und Beruf aufgrund der Stabilität des Rhythmus“ ist.

Nicht etwa der Mehrverdienst, der immerhin für 60 % ein Entscheidungsgrund ist, sondern die Planbarkeit des Alltags sind ausschlaggebend. Ganze 80 % der Angestellten gaben dies als Motiv für ihre Wahl an. Aber nicht nur sie profitieren, denn Dauernachtarbeit ist eine Möglichkeit die „drängenden Probleme der alternden Belegschaften mit den rotierenden Schichtsystemen im Rahmen der demografischen Herausforderungen zu lösen“, sagt Dr. Peter Dolfen, Leiter der Konzernabteilung im Bereich Arbeitsschutz der Continental AG. Bedenklich werde es jedoch dann, wenn man die unbestreitbar vorhandenen körperlichen Beeinträchtigungen und die Gefahren monetärer Abhängigkeit unterschätze. Jeder zweite Nachtarbeiter könne wegen wirtschaftlicher Verpflichtungen auf die Zulage nicht mehr verzichten, wobei doch „mindestens ein Viertel der Befragten Dauernachtarbeit unabhängig von finanziellen Erwägungen ausübt“.