Montag, 2. April 2012

Öffentlicher Dienst: Tarifabschluss mit Lohnplus

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Im Tarifkonflikt von Bund und Kommunen hat es in der dritten Verhandlungsrunde eine Einigung der Tarifvertragsparteien  gegeben. Zuvor hatten sich bundesweit mehr als 200.000 öffentlich Bedienstete an Warnstreiks beteiligt.

Die Löhne der Tarifbeschäftigten und Auszubildenden im öffentlichen Dienst steigen insgesamt um 6,3 %. Der Tarifabschluss sieht dabei eine stufenweise Erhöhung vor: zunächst um 3,5 % rückwirkend zum 1.3.2012 sowie weitere Anhebungen um jeweils 1,4 % zum 1.1.2013 und zum 1.8.2013.

Die Parteien einigten sich außerdem auf eine Neuregelung zum Urlaub. Zukünftig sind 29 Urlaubstage für alle Neueingestellten und 30 Tage ab dem 55. Lebensjahr vorgesehen - wegen des gesteigerten Erholungsbedürfnisses und auch vor dem Hintergrund der neuesten Urlaubsrechtsprechung des BAG. Für die bereits angestellten Beschäftigten ist eine Bestandsklausel vorgesehen.

Daneben vereinbarte man Verbesserungen für Auszubildende wie eine verbindliche Regelung zur Übernahme, um den öffentlichen Dienst für junge Menschen weiterhin attraktiv zu gestalten. Auszubildende können sich über ein Lohnplus von 50 Euro rückwirkend zum 1.3.2012 und eine weitere Erhöhung um 40 Euro zum 1.8.2013 freuen. Wer nach einer Ausbildung die Prüfung besteht, soll zudem nach einer Bewährungszeit im ersten Jahr unbefristet übernommen werden.

Die Gewerkschaftenhatten eine Lohnerhöhung von 6,5 % innerhalb eines Jahres gefordert. Eine Mindestsumme für Geringverdiener ließ sich nicht umsetzen.