Online-Check von Bewerbern
An den Partybildern gescheitert – das Phänomen kennen immer mehr Bewerber, die ihre Privataktivitäten im Netzt nicht unter Kontrolle haben.
Schließlich spielt das Internet bei der Personalauswahl mittlerweile eine wichtige Rolle, wie eine Umfrage der Marktforschungsfirma Cross Tab Marketing im Auftrag von Microsoft ergeben hat. Befragt wurden 350 Personalentscheider. Dabei hätten 59 % von ihnen angegeben, im World Wide Web nach Informationen über Bewerber zu suchen. Und das nicht immer zum Vorteil der Kandidaten: 16 % der Befragten hätten daraufhin auch schon mal Abstand von Bewerbern genommen.
Besonders gewissenhaft seien 22 % der Personaler. Sie gäben sich nicht mit den Bewerbungsunterlagen zufrieden, sondern recherchierten stets online nach weiteren Informationen. Weitere 37 % hätten mitgeteilt, zumindest meistens so zu verfahren. Dabei sähen die Verfahrensvorschriften dies nur in 21 % der Unternehmen als formalen Bestandteil des Auswahlprozesses vor.
Doch woran scheiterten die Kandidaten nun genau? Das Spektrum ist breit: unpassende Kommentare, Fotos, Videos, falsche Angaben in der Bewerbung. Bei manchen Verantwortlichen hätten auch Bedenken wegen des Lebensstils den Ausschlag gegeben. Dabei könnten die Kandidaten nach Ansicht der Personalmanager das Internet genauso gut zu ihrem Vorteil nutzen: Sieben von zehn hätten bescheinigt, dass ein positives Onlineprofil die Chancen auf die Stelle erhöht.




