Dienstag, 16. September 2014

Personaler gegen Anti-Stress-Verordnung

(c) bernd kasper / pixelio.de

Zwei Drittel der Personalmanager sind gegen eine staatliche Anti-Stress-Verordnung. Zu diesem Ergebnis gelangte der Bundesverband der Personalmanager (BPM) in einer Ad-hoc-Umfrage unter den Mitgliedern seiner Fachgruppe Gesundheitsmanagement.

90 % der Teilnehmer denken, dass Führungskräfte auf Personalmanagementebene dem Thema Dauerstress bei der Arbeit mehr Aufmerksamkeit schenken sollten. Vier von Fünf sehen eine Verknüpfung zwischen der sich immer schneller verändernden Arbeitswelt und der Zunahme von psychischen Erkrankungen. Trotzdem stehen sie dem Erlass einer entsprechenden Verordnung ablehnend gegenüber.

Hintergrund der Befragung ist die Ankündigung von Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles, 2015 allgemeingültige und rechtssichere Kriterien für eine solche Anti-Stress-Verordnung vorzulegen. Im Interview mit der Rheinischen Post äußerte Nahles kürzlich, dass es bereits wissenschaftliche Erkenntnisse gibt, die einen Zusammenhang zwischen Dauererreichbarkeit und der Entwicklung psychischer Störungen belegen. Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin soll prüfen, ob und wie es möglich ist, Belastungsschwellen festzulegen.