Freitag, 10. April 2015

Positiver Trend bei Arbeitsförderung in Deutschland

(c) Berthold Bronisz / pixelio.de

Die aktive Arbeitsmarktförderung im Bereich der Arbeitslosenversicherung wirkt sich positiv aus, zeigt eine aktuelle Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) der Bundesagentur für Arbeit.

„Für Personen, die an arbeitgebernah erbrachten Maßnahmen teilnahmen, sind schon in kurzer Zeit deutlich bessere Arbeitsmarktergebnisse zu verzeichnen, als ohne Förderung“, sagen die Arbeitsmarktexperten. 2011 waren Personen, die an einer Maßnahme zur Aktivierung und Eingliederung bei einem Arbeitgeber teilnahmen im Folgejahr 70 Tage länger beschäftigt als ungeförderte Arbeitslose; 2012 waren es sogar 75 Tage mehr.

Kurze Weiterbildungen zeigten schon nach einem Jahr eine positive Wirkung. 41 Tage waren die Geförderten in den Maßnahmezugängen der Jahre 2011 und 2012 zusätzlich beschäftigt. Bei längeren Weiterbildungen mit einer Dauer von drei bis sechs Monaten verzögerte sich die Wirkung für die Maßnahmezugänge 2011. Im ersten Jahr nach Beginn waren die Geförderten etwa 21 Tage weniger beschäftigt. Grund ist der sog. Einbindungseffekt: Die Beschäftigten können während einer andauernden Maßnahme nicht ungefördert erwerbstätig sein – zwei Jahre nach Förderbeginn war dieser Effekt durch 19 zusätzliche Tage aber wieder ausgeglichen, betonen die Forscher.