Montag, 29. September 2014

Prognose für 2015: nur noch 2,88 Millionen Arbeitslose

(c) dieter schuetz / pixelio.de

Nächstes Jahr soll es 20.000 weniger Arbeitslose, aber knapp 270.000 Erwerbstätige mehr auf dem deutschen Arbeitsmarkt geben. Damit sinkt die Arbeitslosigkeit trotz steigender Beschäftigung vergleichsweise nur wenig, teilt das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesagentur für Arbeit (IAB) mit.

Das IAB geht in seiner Vorhersage davon aus, dass das reale Bruttoinlandsprodukt 2014 bei 1,5 % und 2015 bei 1,4 % liegt. Grundsätzlich ist Deutschland mit seinen Produkten auf dem Weltmarkt gut aufgestellt. Aber es gibt nach Meinung der Arbeitsmarktforscher auch Risikofaktoren: Zum einen ist das die Schuldenkrise in Europa. Der Konjunkturrückgang hat zwar seinen Tiefpunkt bereits hinter sich, allerdings ist der wirtschaftliche Aufschwung noch nicht überall stabil. Weitere Risiken sind die militärischen Auseinandersetzungen im Nahen Osten und der Ukraine sowie der Handelskonflikt mit Russland und ein möglicher Energiepreisanstieg.

Laut IAB werden 30,61 Millionen Menschen 2015 sozialversicherungspflichtig beschäftigt sein. Auch das Erwerbspotenzial soll wachsen – vor allem durch die Zuwanderung, aber auch durch die steigende Zahl berufstätiger Frauen und Älterer.