Donnerstag, 9. Januar 2014

Rückenschmerzen verursachen die meisten Ausfälle

(c) Maik Grabosch/ pixelio.de

Seit 2005 sind Fehlzeiten der Belegschaft wegen Muskel-und Skeletterkrankungen (MSE) drastisch gestiegen. Knapp die Hälfte der gesamten Ausfalltage von BKK Pflichtmitgliedern gingen dabei auf das Konto von Rücken- und Wirbelsäulenerkrankungen. Zu diesem Ergebnis kommt der BKK Gesundheitsreport 2013.
 
Insbesondere in den Postdiensten beschäftigte Versicherte lagen danach bei den durch Rückenleiden verursachten Abwesenheitszeiten vorn. Auf ihr Konto gingen insgesamt 766 Arbeitsunfähigkeitstage (AU-)Tage je 100 beschäftigte Mitglieder; dicht gefolgt von Mitarbeitern der Abfallentsorgung und Recycling (646 AU-Tage) sowie Arbeitnehmern in der Metallerzeugung und -bearbeitung (615 AU-Tage). Branchen wie Informationsdienstleistung und Datenverarbeitung, Verlag und Medien sowie das Kredit- und Versicherungsgewerbe verzeichneten dagegen die niedrigsten Ausfallzeiten aufgrund von MSE.

Auffällig hoch sind die Ausfallzeiten in Ostdeutschland. Als Ursache kommen dafür die ungünstigen demografischen Strukturen (hohes Durchschnittsalter und hoher Männeranteil) in Betracht.
Die Fehlzeiten im 1. Quartal 2013 nahmen im Vergleich zum Vorjahresquartal deutlich zu. Verantwortlich waren hierfür aber nicht die Rückenleiden - sondern Beschwerden aufgrund einer starken Grippewelle.