Dienstag, 7. Januar 2014

Sicherheit und Ausgleich gegen steigende Mitarbeiterfluktuation

(c) Deti/pixelio.de

Im Vergleich zu 2010 sind Beschäftigte heute deutlich häufiger zu einem Jobwechsel bereit: Fehlende Work-Life-Balance, zu hohe Arbeitsbelastung und Stress sowie die Angst vor Entlassungen führen dazu, dass Arbeitnehmer die Unternehmen aus freien Stücken verlassen. Zu diesen Ergebnissen kommt eine Studie im Auftrag des Personaldienstleisters Office Team von Robert Half Deutschland.

Für Arbeitgeber wird die Bindung des Personals zu einer immer größer werdenden Herausforderung. Gegenüber 2010 verbuchen 54 % der Studienteilnehmer stabile Fluktuationsraten. Ganz wenigen ist es bis heute gelungen, die Zahl der freiwilligen Austritte zu verringern. Nur knapp jeder fünfte deutsche befragte HR-Manager verzeichnet einen leichten bis bedeutenden Rückgang wechselwilliger Mitarbeiter.
Als Nährboden für das Fluktuationswachstum gelten Stress, mangelnde Work-Life-Balance und Jobunsicherheit. Dies hat bei jedem Zweiten die Entscheidung gegen die aktuelle Arbeitsstelle veranlasst. Zudem erhoffen sich viele Beschäftigte, dem Stress und der wachsenden Arbeitsbelastung durch einen Jobwechsel zu entkommen. Demgegenüber geben nur 7 % der Arbeitnehmer an, sich aufgrund fehlender Aussichten auf einen Führungsposten oder neuer Teamkollegen für eine andere Beschäftigung entschieden zu haben. Etwa jeder fünfte Deutsche kündigt laut Studie lieber selbst, bevor der Arbeitgeber den Job streicht.

Was machen Unternehmen anders, denen in den letzten drei Jahren das Sinken der Fluktuation gelungen ist? Als Grund für die wachsende Loyalität der Beschäftigten gelten hier überwiegend positive Erwartungen bzgl. der Firmenentwicklung.
„So ist es nachvollziehbar, wenn sich Arbeitnehmer durch den Jobwechsel eine Verbesserung ihrer Situation erhoffen. Unsere Erfahrung – wie auch die Studie belegt – zeigt, dass Unternehmen diesen Trend abschwächen können, indem sie Mitarbeitern Sicherheit vermitteln und ausreichenden Ausgleich bieten“, erklärte Sven Hennige, Managing Director Central Europe & Germany von Robert Half.