Freitag, 13. September 2013

Sicherheit und Wertschätzung statt hohem Gehalt und Eigenverantwortung

(c) Marvin Siefke / pixelio.de

Was haben Polizei, ProSiebenSat.1 Media und die Bundeswehr gemeinsam? Sie sind laut des Schülerbarometers, einer Umfrage des Forschungsinstituts trendence zur beruflichen Zukunft, die Wunscharbeitgeber der Kinder und Jugendlichen in den Klassen 8 bis 13. Mädchen und Jungen interessieren sich aber nicht gleichermaßen für die verschiedenen Fachbereiche bei Ausbildung und Studium. Zudem wird deutlich, dass sich die Ziele und Wünsche der Generation Y größtenteils auch bei der Nachfolgegeneration wiederfinden.

Dass die Schüler gleich zwei staatliche Institutionen unter die Top 3 wählten liegt wohl auch daran, dass sie Wertschätzung und einen sicheren Job von ihrem zukünftigen Arbeitgeber erwarten. Aber auch Weiterbildungsmöglichkeiten, attraktive Aufgaben und mögliche Karriereperspektiven spielen eine große Rolle. Damit scheint sich der Trend fortzusetzen, den die Generation Y angestoßen hat. Beide Gruppen legen dementsprechend weniger Wert auf ein hohes Einstiegsgehalt, solange die vorgenannten Kriterien erfüllt werden.

Ein deutlicher Unterschied ist aber noch immer bei den Geschlechtern auszumachen, wenn es um die Fächer- oder Branchenwahl geht. Bei der Ausbildung favorisieren Mädchen mit 19 % eher soziale Berufe und Jungen mit 25 % den technischen und mechanischen Bereich. Ein ähnliches Bild zeichnet sich bei der Wahl der Studienrichtung ab. Junge Frauen interessieren sich für Sprach- und Kulturwissenschaften, männliche Schulabgänger eher für Naturwissenschaften. Probleme bei der Entscheidungsfindung eint die Geschlechter dann wider, denn insgesamt tun sich 20 % schwer mit einer endgültigen beruflichen Entscheidung.