Donnerstag, 18. Januar 2018

Stellenausschreibungen zielgerichteter gestalten

Quelel: pixabay.com

Das Karriereportal Stepstone befragte 2017 rund 45.000 Führungskräfte zu den Themen Lage auf dem Arbeitsmarkt für Fachkräfte sowie zu deren Erfahrungen und Präferenzen bei der Jobsuche. Die Einstellung von Fachkräften zum Thema Unternehmenskultur und die Relevanz des Cultural Fit bei der Jobsuche wurden ebenfalls thematisiert.

Fachkräfte verbringen in Deutschland im Durchschnitt fünf Tage in der Woche jeweils 8,5 Stunden am Arbeitsplatz. Für ihre Arbeitsstelle legen sie jeden Tag 46 Kilometer zurück, auf Geschäftsreisen sind sie fast einen Monat im Jahr unterwegs. Jeder dritten Fachkraft fällt es schwer, nach der Arbeit abzuschalten. Im Familien- und Freundeskreis sprechen sie täglich über den Beruf. Bei jedem zweiten Arbeitnehmer ist der Job mehrmals in der Woche Gesprächsthema zu Hause und . 56 % der Befragten gaben an, dass ihr Beruf ihr Privatleben auf negative Weise beeinflusst. Von etwa 27 % wird dieser Einfluss aber als positiv empfunden. Ein Jobwechsel bringt immer große Veränderungen mit sich. Die Wahl des Arbeitsplatzes wirkt sich auf alle Lebensbereiche aus. Bevor sich Bewerber für einen Job entscheiden, brauchen sie Antworten auf Fragen wie: Sitze ich in einem Großraum- oder Einzelbüro? Wie ist die Stimmung unter den Kollegen? Wie lange bin ich morgens unterwegs?

Laut Studie wünschen sich Fachkräfte bereits während des Prozesses der Jobsuche detaillierte Informationen über den potenziellen Arbeitgeber. In vielen Fällen bekommen sie diese jedoch nicht. In Stellenanzeigen geben die wenigsten Firmen konkrete Hinweise zur Unternehmenskultur, Hierarchie, Zusammenarbeit mit Kollegen oder zum Arbeitsklima. Gehaltsinformationen in der Stellenausschreibung wünschen sich sechs von zehn Fachkräften. Konkrete Aussagen zur Organisation aus Sicht der Mitarbeiter erwarten vier von zehn der Befragten.
Die Gestaltung von Stellenanzeigen ist wichtig, da sie i. d. R. den ersten Kontaktpunkt zwischen Kandidat und Arbeitgeber darstellt. Der Kandidat möchte sich anhand derer ein umfassendes Bild machen. Unternehmen erhalten aber nur dann passende Bewerber, wenn sie alle relevanten Informationen bereitstellen.

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