Mittwoch, 23. Mai 2012

Tarifabschluss in der Metall- und Elektrobranche

©Pixelio/Karl-Heinz Laube

Der Tarifkonflikt in der Metallindustrie ist vorbei: Die Parteien haben sich auf eine Lohnerhöhung von 4,3 % für die rund 3,5 Millionen Beschäftigten verständigt.

Zunächst erzielte der Pilotbezirk Baden-Württemberg eine Einigung, mittlerweile zogen auch Bayern und der Mittelwesten nach. Der Tarifabschluss soll bundesweit übernommen werden. Rückwirkend zum 1. Mai 2012 gibt es eine Entgelterhöhung von 4,3 %. Die IG Metall hatte ursprünglich 6,4 % gefordert. Insgesamt hat der neue Tarifvertrag eine Laufzeit von 13 Monaten.

Jeder Azubi, der nach dem 1.1.2013 seine Ausbildung besteht, soll zukünftig unbefristet übernommen werden. Bei der Leiharbeit sollen die Betriebsräte künftig individuelle Vorgaben aushandeln können. Arbeitet ein Leiharbeiter zwei Jahre in demselben Unternehmen, muss er dort ein Übernahmeangebot erhalten.

Auch gab es einen weiteren Abschluss zur Angleichung von Zeitarbeitern zu Festangestellten in der Metall- und Elektrobranche. Leihabeiter erhalten ab November eine tariflich abgesicherte Branchenzulage (15 %), wenn sie länger als sechs Wochen im Betrieb ausgeliehen sind. Bei einer Zeit von 9 Monaten soll die Zulage 50 % betragen. Weitere Zuschläge bis hin zur Gleichbezahlung sollen intern vereinbart werden können. Der entsprechende Tarifvertrag für Leiharbeitnehmer tritt ab November in Kraft und gilt dann bis 2017. Die Metallindustrie ist damit bundesweit Vorreiter für Branchenzuschläge in der Leiharbeit.