Dienstag, 22. Januar 2013

Umziehen aus beruflichen Gründen?

©Pixelio.de/Viktor Mildenberger

Jeder vierte Deutsche ist schon mal nur für den Job umgezogen. Dies geht aus einer Umfrage der Bertelsmann-Stiftung hervor. Demnach spielt auch der Bildungsabschluss bei beruflicher Mobilität eine Rolle.

Die Bereitschaft, für den Job umzuziehen, ist laut Umfrage aber unterschiedlich ausgeprägt. So haben gut drei Viertel der Befragten aus beruflichen Gründen bislang noch nie ihren Wohnort verlassen. West- und Ostdeutsche unterscheiden sich in diesem Punkt kaum. Allerdings gibt es erhebliche Unterschiede beim Bildungsabschluss: Je höher die Qualifikation, umso häufiger waren die Befragten zum Umzug bereit. Unter den Befragten mit Abitur oder Hochschulreife haben bereits 40 % schon einmal ihre Möbel gepackt. Die Hälfte von diesen sogar mehrfach und knapp jeder Dritte der beruflich Mobilen ist sogar bereis dreimal oder noch häufiger wegen der Arbeit umgezogen. Und immerhin 5 % zog es aus beruflichen Gründen schon einmal ins Ausland.

Am häufigsten zogen die Arbeitnehmer für ein neues Arbeitsverhältnis oder einen Ausbildungs- bzw. einen Studienplatz um. Dabei müssen die Arbeitgeber aber schon einiges bieten, um den Arbeitnehmer zur Aufgabe seines bisherigen Lebensumfelds zu bewegen. Für über 60 % der Befragten war der Grund eine unbefristete Stelle. Dagegen war weniger als ein Viertel bereit, wegen einer befristeten Stelle umzuziehen. Für einen befristeten Vertrag unter einem Jahr haben nur knapp 10 % ihre Umzugskisten gepackt.

Jeder Zweite hat es allerdings noch nie in Erwägung gezogen, für einen Arbeitsplatzwechsel ins Ausland zu gehen. Dagegen sprechen vor allem die Verbundenheit mit der Heimat und die Belastungen für Familie und Kinder. Bei denjenigen, die ins Ausland ziehen, handelte es sich zumeist um Akademiker und Gutverdienende.

Motive für einen Umzug ins Ausland waren verbesserte Möglichkeiten zur persönlichen Entwicklung, wie das Erlernen einer neuen Sprache, der Wunsch nach eigenen Auslandserfahrungen oder verbesserte Karrierechancen. Steuerliche Gründe spielten dagegen kaum eine Rolle. Als Probleme im Ausland erwiesen sich für die deutschen Arbeitnehmer häufig mangelnde Fremdsprachenkenntnisse und der Wegfall von den in Deutschland erworbenen Ansprüchen in der Sozialversicherung