Montag, 14. November 2011

Ungenutztes Arbeitskräftepotenzial

© PIXELIO/ Gerd Altmann

Das Arbeitspotenzial ist in Deutschland noch lange nicht ausgeschöpft. Insgesamt 8,4 Millionen Menschen im Alter von 15 bis 74 Jahren wünschten sich 2010 zu arbeiten oder mehr Arbeitsstunden zu haben.

 

Dies geht aus Angaben des Statistischen Bundesamts (Mikrozensus) hervor. Dabei hätten sich 2,9 Millionen Erwerbslose überhaupt eine Arbeitsstelle erhofft. Aber auch 2,2 Millionen Unterbeschäftigte in Teilzeit und 2,1 Millionen in Vollzeit hätten sich mehr Beschäftigung gewünscht. Unterbeschäftigte sind Personen, die gerne mehr Arbeitsstunden leisten möchten und dafür auch zur Verfügung stehen. 2010 seien nach eigenen Angaben ca. 11,2 % der Arbeitnehmer unterbeschäftigt gewesen. Hinzu kämen noch 1,2 Millionen in der „stillen Reserve“. Dies sind Menschen, die zwar Arbeit suchen, aber kurzfristig nicht verfügbar sind sowie solche, die zwar keine Arbeit suchen, aber gerne arbeiten würden und auch kurzfristig verfügbar wären. Die Personen in stiller Reserve gelten nach strengen Maßstäben nicht als erwerbslos. Ihr Anteil habe 2010 bei 5,3 % der Nichterwerbspersonen gelegen.

 

Im Vergleich zum Vorjahr sei die Anzahl des ungenutzten Potenzials allerdings um 324.000 Personen gesunken (3,7 %). Somit bleibe ein wesentlicher Anteil an Arbeitskräften ungenutzt - trotz günstiger Prognose am Arbeitsmarkt.