Dienstag, 9. Dezember 2014

Unternehmen müssen mehr Wertekultur vorleben

(c) s. hofschlaeger / pixelio.de

Viele Unternehmen führen Jahresendgespräche, in denen es meist nur darum geht, Fähigkeiten und Bedürfnisse von Mitarbeitern mit den Zielen und Werten des Arbeitgebers besser in Einklang zu bringen. Die Studie „Einfluss des HR-Managements auf den Unternehmenserfolg“ der Personalberatung Rochus Mummert deckt auf, was wirklich zählt:

Schwierig wird es immer dann, wenn der Betrieb nicht über ein belastbares Leitbild verfügt - Die Hälfte der befragten HR-Manager gab an, ein solches existiere in ihrer Firma nicht. Im Gegensatz dazu sind drei Viertel davon überzeugt, dass eine klare und richtungsweisende Führung zu wirtschaftlichem Erfolg beitrage. Grundsätzliche Fragen des täglichen Miteinanders bleiben auf der Strecke, sagt Dr. Hans Schlipat (Studienleiter und Managing Partner der Rochus-Mummert-Gruppe). Deshalb brauchen sich Unternehmer nicht zu wundern, wenn auch im nächsten Jahr die wirtschaftlichen Ziele nicht erreicht werden oder Mitarbeiter vor Jahresende bereits ihren Arbeitgeber verlassen.

Nur 10 % der obersten Führungskräfte verhalten sich dem Firmenleitbild entsprechend überzeugend. Deshalb ist es mit dem Aufstellen eines solchen allein nicht getan. Respekt und Wertschätzung gehören auf die Tagesordnung, so Schlipat. Es genügt nicht, sich für viel Geld ein Employer Brand „designen“ zu lassen, anstatt eine Wertekultur tatsächlich vorzuleben.