Montag, 3. Februar 2014

Unternehmensnachfolge in Gefahr

(c) Rainer Sturm/ pixelio.de

Immer mehr mittelständischen Unternehmen gelingt es nicht, ihren Chefposten mit Nachwuchs zu besetzen, wenn der Senior in Pension geht. Das belegt der neue Report des DIHK zur Unternehmensnachfolge.
 
Bereits heute müssen 40 % der Betriebe vorerst ohne führenden Kopf auskommen. Verantwortlich dafür sind die schwindenden Bewerberzahlen. Vor allem der demografische Wandel gestalte die Suche schwierig – viele Firmen suchen nach der berühmten „Nadel im Heuhaufen“, fasst DIHK-Präsident Eric Schweitzer zusammen.
Noch 2010 kamen auf jeden, von der IHK beratenen Alt-Inhaber 1,6 potenzielle Nachfolger – 2012 sank das Verhältnis schon auf annähernd 1:1. Vor allem bräuchten die Unternehmen Planungssicherheit bzgl. der Erbschaftsteuer, denn die gegenwärtige Regelung sei schon für ein Fünftel der Alten belastend. Wichtig ist auch, Beteiligungsfinanzierungen von Unternehmensnachfolgern einfacher zu gestalten, weil diese Variante zunehmend an Bedeutung gewinnen wird, wenn die neuen Regulierungen der Finanzmärkte wie z. B. Basel III in Kraft tritt, so Schweitzer.