Freitag, 24. April 2015

Wenn Beschäftigte das Betriebsklima vergiften

(c) Rudolpho Duba / pixelio.de

Arbeitnehmer, die das Betriebsklima vergiften, verursachen oft hohe Kosten sowie eine höhere Fluktuation und beeinflussen damit nachhaltig negativ die Unternehmenskultur. Das fand Cornerstone OnDemand in der Studie „Toxic Employees in the Workplace“ heraus.

Mitarbeiter, die sich am Arbeitsplatz nicht immer korrekt verhalten, erledigen nicht nur die eigenen Aufgaben schlecht, sondern sorgen auch noch dafür, dass beinahe jeder zweite gute Mitarbeiter das Unternehmen verlässt. Auch die Kosten für die Einstellung eines schlechten Mitarbeiters sind dreifach erhöht. „Toxic Employees“ verursachen nicht nur hohe Direktkosten durch Klagen, Diebstahl oder Betrug, sondern schädigen Unternehmen auch als sozialen Organismus nachhaltig und beeinflussen die Leistungsfähigkeit anderer – eigentlich guter – Beschäftigter. Diese Minderleistung zeigt sich allerdings weniger im Tagesgeschäft. Viel gravierender sind die Langzeitfolgen durch Stress und ein herhöhtes Burnout-Risiko.

Die Analyse filterte diejenigen heraus, die aufgrund eines akuten Fehlverhaltens die Kündigung erhielten – die Delikte reichten von Gewalt am Arbeitsplatz, Drogen- und Alkoholmussbrauch über sexuellen Belästigung, Urkundenfälschung oder Betrug (vgl. zum Thema auch AuA 5/15, S. 273 ff., erhältlich ab 4.5.2015).