Donnerstag, 28. Juli 2016

Wettbewerb um die besten Mitarbeiter hält an

Source: pixabay.com

Der Kampf um Talente am Arbeitsmarkt bleibt weiter Thema. Fast alle der weltweit befragten Personalverantwortlichen rechnen damit, dass die Konkurrenz um die Besten in diesem Jahr noch weiter zunehmen wird. Das fand die von der Beratungsgesellschaft Mercer weltweit durchgeführte Studie „2016 Global Talent Trends Study“ heraus.

Von besonderer Bedeutung sind für deutsche Arbeitnehmer Autonomie und flexible Arbeitszeiten. Knapp zwei Drittel meinen, eine flexible Arbeitsgestaltung unterstütze die Produktivität – weltweit sind es nur 52 %. Fast drei Viertel der Beschäftigten in Deutschland gaben an, solche Arbeitszeitmodelle nutzen zu können; im weltweiten Vergleich sind es hingegen nur 56 %. Weil viele momentan oft mehrere attraktive Optionen auf dem Arbeitsmarkt haben, teilen sie ihrem aktuellen Arbeitgeber solche Erwartungen mit, sagt Dieter Kern (Partner bei Mercer in Central Europe). Personalverantwortliche müssten diese nur hören, verstehen und aktiv managen, um die Mitarbeiter im Unternehmen zu halten.
Eine weitere wichtige Ursache ist Unzufriedenheit am Arbeitsplatz: Grund dafür sind häufig fehlende Entwicklungsmöglichkeiten, umständliche Prozesse sowie Unmut über Führungskräfte. Nur jeder zweite europäische Beschäftigte gab an, seine Führungskräfte würden sich für die Personalentwicklung besonders einsetzen – weltweit sind es mit 58 % deutlich mehr. Etwas mehr als die Hälfte aller europäischen Unternehmen haben deshalb vor, ihren Performance-Management-Prozess anzupassen. Im weltweiten Vergleich sind Arbeitnehmer in Europa am wenigsten zufrieden mit ihren Chefs. Dennoch bleiben sie mit größerer Wahrscheinlichkeit bei ihrem gegenwärtigen Arbeitgeber.
"Erfolgreiche Unternehmen navigieren durch die Veränderungen in der Arbeitswelt, indem sie passende Antworten und Angebote für Talente und Führungskräfte entwickeln, die HR-Arbeit modern gestalten und das alles gut kommunizieren und ernsthaft umsetzen", meint Kern.