Dienstag, 17. Oktober 2017

Wieder mehr tödliche Arbeitsunfälle im ersten Halbjahr 2017

Quelle: pixabay.com

In den ersten sechs Monaten dieses Jahres ist die Zahl der Arbeitsunfälle mit tödlichem Ausgang wieder angestiegen, berichtet die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung e. V. (DGUV). Die vorläufigen Zahlen stammen von den Berufsgenossenschaften und den Unfallkassen. Hiernach haben von Januar bis Juli 223 Menschen ihr Leben durch einen Arbeitsunfall verloren. 2016 waren es im gleichen Zeitraum „nur“ 198.

Bei den meldepflichtigen Arbeitsunfällen ohne Todesfolge gab es hingegen eine positive Entwicklung: Mit 433.037 Unfällen lag der Wert um 1.566 niedriger als im Vergleichszeitraum des vergangenen Jahres. Auch die Zahl der neuen Unfallrenten sank auf 6.654, was einem Minus von 227 entspricht. DGUV-Hauptgeschäftsführer Dr. Joachim Breuer kommentierte die Zahlen dennoch kritisch: „Auch wenn wir es im langjährigen Vergleich mit niedrigen Unfallzahlen zu tun haben, kann uns diese Situation nicht zufriedenstellen (…) Jeder dieser Unfälle ist einer zu viel.“

Deshalb informieren nicht nur die Berufsgenossenschaften und Unfallkassen regelmäßig über den Stellenwert von Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz, sondern auch die Redaktion von AuA: Das in diesem Jahr in erster Auflage erschienene Buch „Arbeitsschutz und Gefährdungsbeurteilung“ von Diepold/Stelzer stellt die Struktur, Pflichten, Rechtsfolgen und Praxisbeispiele dar. Ergänzt wird das Ganze durch umfangreiche Muster und Formulare zum Download.

Zudem finden Sie jährlich bei uns im Heft einen Beitrag zur aktuellen Statistik der (hier nicht erwähnten aber nicht weniger relevanten) Berufskrankheiten-Todesfälle (zuletzt AuA 7/17, S. 424). Dr. Franz H. Müsch, MedDir a. D., (Landes-)Sozialgerichtsgutachter aus Köln, wirft dabei einen gewohnt kritischen Blick auf die Zahlen.

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