Donnerstag, 20. Juni 2013

Worauf Personalentscheider achten

(c) derateru / pixelio.de

Ein guter Lebenslauf reicht nicht mehr. Ausgefallene Formulierungen und Berufsstationen wecken das Interesse. Und erfolgreich umgesetzte Projekte unterstreichen Kompetenz. Das ist das Fazit einer Online-Umfrage, die das soziale Netzwerk für Beruf, Geschäft und Karriere XING im März 2013 durchgeführt hat. An ihr haben 460 Personalentscheider aus dem deutschsprachigen Raum teilgenommen.

Die konkreten Ergebnisse: Das Profilbild bleibt wichtiges Kriterium, damit sich Recruiter einen ersten Eindruck von Bewerbern machen können. Sie empfehlen, auf Urlaubs- oder Freizeitbilder zu verzichten und sich nicht mit Piercings sowie sichtbaren Tattoos zu präsentieren. Stattdessen sind auch in Zeiten insgesamt gesunkener Anforderungen an klassische Dresscodes im Berufsleben aktuelle, seriöse Aufnahmen gefragt, die Professionalität vermitteln. Vermieden werden sollten vermeintlich lustige Profilbilder, wie 45% der Befragten raten.

Der Fokus auf stromlinienförmige Lebensläufe in den modernen Arbeitswelten schwinde mehr und mehr, erklärte Gero Hesse, Experte für Human Resources und Mitglied der Geschäftsleitung der medienfabrik Gütersloh. Im Bewerbungsprozess würden Individualität und Kreativität der Kandidaten zu entscheidenden Bewertungskriterien. Diese sollten unbedingt auch in der Selbstbeschreibung auf sozialen Netzwerken zum Ausdruck kommen.

Diese Expertenmeinung schlägt sich auch in den Ergebnissen der aktuellen XING-Studie nieder: 80 % der befragten Recruiter wünschen sich eine Darstellung von Referenzprojekten potenzieller Kandidaten. Zudem bestätigen Personalentscheider, dass es sich positiv in ihrer Wahrnehmung auswirke, wenn XING-Nutzer „gewitzte“ Formulierungen im persönlichen Bereich unter „Ich biete“ und „Ich suche“ verwenden (62%). 40% der befragten Recruiter ordnen zudem die Nennung und Betonung ausgefallener Berufsstationen als positiven Hingucker ein. Wer mit keiner solchen Stationen dienen kann, hat die Möglichkeit, auf anderem Weg auf sich aufmerksam zu machen, denn 21% der Befragten halten die Mitgliedschaft in einer ausgefallenen Gruppe für positiv.