Stress am Arbeitsplatz als Herausforderung für das Arbeitsrecht

Von Dr. Kristina K. Helmer, Nomos Verlagsgesellschaft, Baden-Baden 2014, 236 Seiten, broschiert, Preis: 62 Euro

Das Buch ist der Auftakt zur Reihe „Theorie und Praxis des Arbeitsrechts“. Herausgegeben wird diese von der Stiftung „Theorie und Praxis des Arbeitsrechts (Wolfgang- Hromadka-Stiftung)“, von Prof. Dr. Frank Maschmann und Prof. Dr. Dr. h.c. Wolfgang Hromadka. In der neuen Schriftenreihe erscheinen Dissertationen, wissenschaftliche Gutachten und Kongressvorträge, die arbeitsrechtliche Fragestellungen erforschen, denen in der Praxis wesentliche Bedeutung zukommt. Die im Kern arbeitsrechtsdogmatisch angelegten Arbeiten weisen auch rechtshistorische und rechtssoziologische Bezüge auf. Sie sind interdisziplinär und international ausgerichtet.

Die Monografie von Helmer untersucht die rechtlichen Grenzen für „Stress am Arbeitsplatz“. Sie befasst sich mit Vorschriften, die den Mitarbeiter vor physischen wie psychischen Gesundheitsgefährdungen durch die Intensität und den zeitlichen Umfang seiner Arbeit schützen können. Die Autorin beantwortet insbesondere die Frage, ob der Arbeitnehmer vor sich selbst und einer zu weit gehenden Auslegung seiner Arbeitspflicht geschützt werden muss. Weitere Themen sind u. a. die Handlungsoptionen des Betriebsrats und der Tarifvertragsparteien als mögliche Normgeber einer „Anti- Stress-Verordnung“.

Fazit: Der erste Band der neuen Schriftenreihe „Theorie und Praxis des Arbeitsrechts“ liefert einen umfassenden Überblick über rechtliche Spielräume des Arbeitgebers zur Leistungsverdichtung und sei allen Interessierten zur Lektüre empfohlen. Mit dem ebenfalls sehr praxisbezogenen Thema „Posting als Kündigungsgrund“ steht schon der zweite Band in den Startlöchern; er soll kurzfristig erscheinen.