Was kosten Stress und Belastungen?

Neben jeder Menge Nerven ca. 262 Milliarden Euro für die Arbeitgeber in Deutschland. Das hat das Hamburger Weltwirtschaftsinstitut (HWWI) hochgerechnet.

Grundlage war eine Forsa-Umfrage unter mehr als 1.000 Arbeitnehmern, die das Fürstenberg-Institut, ein Dienstleister für betriebliches Gesundheitsmanagement, in Auftrag gegeben hatte. Danach können die meisten Beschäftigten in Deutschland im Job nicht die volle Leistung bringen. 63 % der Befragten hätten angegeben, dass ihre Leistungsfähigkeit um mindestens ein Viertel reduziert sei. Bezogen auf alle Arbeitnehmer in Deutschland folge daraus eine Produktivitätsminderung um 15 %. Hauptgrund für die Leistungsminderung seien Probleme am Arbeitsplatz selbst (60 %), gefolgt von psychischen Belastungen wie Stress sowie körperlichen Beschwerden (54 %), in erster Linie Rücken-, Glieder- und Kopfschmerzen. Für 41 % der Befragten seien private und familiäre Probleme Ursache für Belastungen, insbesondere die Sorge um Familienangehörige oder deren Pflege, an. Bemerkenswert ist, dass junge Mitarbeiter (bis 29 Jahre) häufiger als alle anderen Altersgruppen über Probleme am Arbeitsplatz, psychische Belastungen und private oder familiäre Sorgen geklagt hätten. Die Beschwerden der über 60-Jährigen lägen weit unter dem Bundesdurchschnitt. Beschäftigte aus dem Handel fühlten sich insgesamt am stärksten belastet und in ihrer Leistungsfähigkeit eingeschränkt.

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