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Im Zuge der aktuellen Entwicklungen stellen nahezu alle Unternehmen ihr Talentmanagement auf den Prüfstand. Dies ist auch dringend erforderlich, müssen doch das Gewinnen, Entwickeln, Binden sowie die Motivation von Mitarbeitern und Führungskräften mit den sonstigen organisatorischen Veränderungen im Unternehmen Schritt halten. Agile Organisationen bleiben nur ein Wunsch ohne modernes Talentmanagement.

In Deutschland herrscht derzeit nicht nur ein Fachkräfte-, sondern ein Arbeitskräftemangel. Die inländischen und europäischen Ressourcen für den Arbeitsmarkt sind weitgehend ausgeschöpft. Deshalb wächst die Bedeutung von sog. Drittstaatlern aus dem Nicht-EU-Ausland und Geflüchteten. Bei diesen Personengruppen bestehen jedoch massive rechtliche Hürden, wenn sie etwa in der Zeitarbeit tätig werden wollen.

Immer noch fristet Personalentwicklung in vielen Unternehmen ein Schattendasein. Die gleichen Katalogangebote seit Jahren, Mitarbeiter über 50 ausgeschlossen und wenn es eng wird, spart man hier die Kosten zuerst ein. Lediglich für Führungskräfte wird tiefer in die Taschen gegriffen. So können Organisationen die Zukunft nicht für sich entscheiden. Hier muss dringend ein Wandel her: Personalentwicklung gehört ins Rampenlicht.

Der Bundestag hat das „Gesetz zur Weiterentwicklung des Teilzeitrechts – Einführung einer Brückenteilzeit“ beschlossen. Der Bundesrat hat dem Gesetz zugestimmt, so dass es am ersten Tag des auf die Verkündung folgenden Kalendermonats in Kraft tritt.

Die DSG VO hat vielerlei Fragen mit arbeitsrechtlichem Bezug aufgeworfen. Eine an der Schnittstelle von Betriebsverfassungsrecht und Datenschutz angesiedelte Fragestellung betrifft die für die Praxis relevante Verantwortlichkeit des Betriebsrats und die Kontrollzuständigkeit des Datenschutzbeauftragten.

Im Zuge von Arbeit/Industrie 4.0 sowie der Digitalisierung verbreiten sich zunehmend „Desksharing“, „Shared Desk“, „Open Office“ oder „Flexible Office“ als ortsflexible Arbeitsformen. Was steckt dahinter und wie sind die neuen Konzepte arbeitsrechtlich einzuordnen?

Nach dem Beschluss des BVerfG vom 6.6.2018 sind sachgrundlose Befristungen eines Arbeitsverhältnisses gem. § 14 Abs. 2 Satz 2 TzBfG bis auf eng begrenzte Ausnahmefälle nur zulässig, wenn zwischen dem Arbeitgeber und dem Arbeitnehmer noch nie zuvor ein Arbeitsverhältnis bestanden hat (sog. Vorbeschäftigungsverbot). Die Rechtsprechung des BAG aus dem Jahr 2011, nach der es hier nur auf eine dreijährige Rückschau ankomme, ist mit dem GG unvereinbar.

Die Nutzung sozialer Netzwerke ist aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken. Das gilt im Privatbereich, aber auch im Arbeitsleben. Der Blick in die Rechtsprechung zeigt, dass auch außerhalb der Arbeitszeit das Verhalten von Arbeitnehmern auf Social-Media-Plattformen häufig Relevanz bekommt, weil Arbeitgeber sich hierdurch zum Ausspruch verhaltensbedingter Kündigungen veranlasst sehen. Um die Risiken einer solchen Kündigung besser einschätzen zu können, erscheint im Hinblick auf die ergangenen Einzelentscheidungen die Bildung von Fallgruppen sinnvoll.

 

Die jüngste Diskussion über die Personalpolitik der Deutschen Post hinsichtlich der Entfristung der Arbeitsverträge von Angestellten sorgte für große mediale Beachtung. Aber welche Möglichkeiten haben Unternehmen, sich vor späteren erheblichen krankheitsbedingten Fehlzeiten zu schützen bzw. krankheitsbedingten Ausfällen vorzusorgen?

In nahezu jedem Unternehmen wird heute darüber gesprochen: Wie gewinnen und halten wir qualifizierte Arbeitnehmer, um wettbewerbsfähig zu bleiben? Mit gezieltem Employer Branding erhöhen Firmen ihre Chancen im Wettbewerb um Talente und festigen die Mitarbeiterbindung. Die Verantwortung für das
Employer Branding ist aber in vielen Organisationen unklar und notwendige Investitionen werden gescheut.

 

Zum 1.1.2018 traten erste Änderungen durch das „Gesetz zur Umsetzung der EU -Mobilitätsrichtlinie“ in Kraft: Insbesondere die Auskunftsansprüche von Mitarbeitern und Rentnern gegen den Arbeitgeber und die von ihm eingesetzten externen Versorgungsträger rund um die bAV wurden erheblich erweitert. Damit verschärfen sich nicht nur die Haftungsrisiken bei fehlerhaften Auskünften. Es besteht auch ein Anspruch auf „verständliche“ Darstellung und Erläuterung der im Betrieb bestehenden Versorgungsysteme.

 

Recruiter haben die Aufgabe, das Unternehmen nach Bedarf und ohne Verursachung hoher Kosten mit qualifiziertem Personal zu versorgen. An diesem Ziel hat sich im Laufe der Jahre nichts geändert – ganz im Gegensatz zum Weg dorthin: Arbeitgeber müssen adäquat auf den Fachkräftemangel reagieren, die DSGVO im Blick behalten und sollten die Begriffe E-Recruiting, Employer Branding, Active Sourcing etc. nicht zum ersten Mal gehört haben. Nicht zuletzt folgt auf die Arbeit 4.0 das Recruiting 4.0. Darüber haben wir mit Experten aus der Branche diskutiert.