Liebe Leser:innen,

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 Bild: David Schwarzenberg/Pixabay
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wen sieht eigentlich die sog. deutsche Wirtschaftselite als geeigneten Nachfolger für Bundeskanzlerin Angela Merkel nach der Bundestagswahl am 26. September? Die Antwort fällt laut dem repräsentativen Entscheiderpanel des Umfrageinstituts Civey für die „WirtschaftsWoche“ relativ eindeutig aus: Es ist Annalena Baerbock, die unter den Führungskräften bei einer Direktwahl mit 26,5 % am besten abschneiden würde. Es folgt auf Platz zwei Christian Lindner mit 16,2 % und auf Platz drei befindet sich Armin Laschet mit 14,3 %, immerhin noch vor Olaf Scholz, den 10,5 % der befragten 1.500 Führungskräfte aus der Privatwirtschaft und dem öffentlichen Dienst wählen würden. Das restliche Drittel der Umfrageteilnehmer hat hingegen noch keine Präferenz und ist bei der Frage unentschieden.

Diese Momentaufnahme scheint auf den ersten Blick überraschend, haben die Grünen doch bisher innerhalb der Wirtschaft nicht so recht mit ihren Themen überzeugen können. Es waren eher die (noch) Volksparteien CDU/CSU und SPD sowie die FDP, die die vermeintlich besten Angebote an diese Wählerschicht gemacht haben. Dass nun ausgerechnet Annalena Baerbock (und Christian Lindner) aus der Opposition heraus solch hohe Zustimmungswerte verzeichnen, ist vor allem auch der Tatsache geschuldet, dass die Menschen für die Art und Weise des Krisenmanagements der Bundesregierung kein Verständnis mehr haben und sich nach einer ernsthaften Alternative sehnen. Hinzu tritt – ganz aktuell – natürlich auch der im April medienwirksam offen ausgetragene Machtkampf um die Kanzlerkandidatur bei der Union und der trotz zahlreicher parteiinterner Bedenken durchgeboxte Kandidat Armin Laschet.

Nichtsdestotrotz, in einem Punkt muss ich ihm recht geben: Es wird ein spannender Wahlkampf!

Andreas Krabel

Andreas Krabel
Chefredakteur, Arbeit und Arbeitsrecht
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