Liebe Leser:innen,

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 Bild: David Schwarzenberg/Pixabay
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die Zahl der Corona-Infektionen sinkt und in zahlreichen Unternehmen wird es jetzt spannend: Wieviel Homeoffice und mobile Arbeit sind erlaubt, wenn das zur Eindämmung der Pandemie gar nicht mehr notwendig ist? Oder anders gefragt: Wie ernst ist es Arbeitgebern, den Beschäftigten „New Work“ zu ermöglichen? Über das Für und Wider (sowie das rechtlich Machbare) in Sachen flexibler Arbeitsort (aber auch -zeit) wurde viel geschrieben und diskutiert (auch hier im Heft). Die Argumente liegen auf dem Tisch und sicher muss jedes Unternehmen für sich und seine individuelle Situation entscheiden.

Eines ist jedoch deutlich geworden: Je größer die Organisation, desto zwingender ist eine Regelung auf Abteilungs- oder Teamebene. Nur dort weiß man, ob und in welchem Rahmen Flexibilität beim Arbeiten möglich ist. Nur innerhalb dieser „kleinen“ Einheiten kann die Frage nach der konkreten Ausgestaltung der Arbeit sinnvoll beantwortet, vielleicht sogar „ausgehandelt“ werden – so wie es bei Spotify übrigens seit Februar 2021 geschieht.

Nichtsdestotrotz sollten wir auch einmal einen Blick auf „die anderen“ werfen. Und so berichtet etwa der Spiegel Anfang Juni, dass David Solomon, CEO von Goldman Sachs, Arbeit von zu Hause einen „Irrweg“ nennt. Innovation und Kollaboration seien nur bei physischer Anwesenheit der Mitarbeiter möglich. Ähnliches ist von Netflix, Amazon und zum Teil auch aus dem Hause Microsoft zu hören. Ganz anders gehen da Porsche, Deutsche Bank und Allianz – möglicherweise getrieben durch den Fachkräftemangel hierzulande und die Notwendigkeit, Arbeitnehmern attraktive Angebote machen zu müssen – an das Thema heran: Sie befürworten allesamt mobiles Arbeiten in einem mehr oder weniger großen Umfang – vorausgesetzt, das Arbeitsergebnis stimmt. Kommt es letztlich nicht genau darauf an?

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Andreas Krabel

Andreas Krabel
Chefredakteur, Arbeit und Arbeitsrecht
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