Rund 700.000 Beschäftigte dopen sich im Job

Bild: STUDIO GRAND WEB/stock.adobe.com
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2 % der Beschäftigten in Deutschland greifen auf sog. Hirndoping zurück. Laut einer Studie der Krankenkasse DAK-Gesundheit, bei der mehr als 5.500 Berufstätige im Alter von 18 bis 65 Jahren befragt wurden, nehmen 2,5 % der 18- bis 29-jährigen und sogar 4,4 % der 60- bis 65-jährigen Arbeitnehmer leistungssteigernde oder stimmungsaufhellende Medikamente, die verschreibungspflichtig sind. Die Betroffenen wollen so besser ihre Ziele erreichen – ein Grund für jeden zweiten Doper – und sich ihre Arbeit erleichtern – was für jeden dritten als Grund zählt. 27,1 % der dopenden Arbeitnehmer greifen zur Pille, um nach der Arbeit noch Energie und gute Laune für ihr Privatleben zu haben.

Professor Dr. Klaus Lieb, Direktor der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie der Universitätsmedizin Mainz und Wissenschaftlicher Leiter des Leibniz-Instituts für Resilienzforschung, dämpft mit Blick auf die aktuelle DAK-Studie die Erwartungen an das Doping: „Oft zeigen die Medikamente nur kurzfristige und minimale Effekte auf die kognitive Leistungsfähigkeit.“ Vielmehr warnt Lieb vor gesundheitlichen Schäden durch das Dopen: „Schwindel, Kopfschmerzen, Nervosität und Schlafstörungen sind nicht selten. Darüber hinaus sind mögliche Langzeitfolgen noch völlig unklar. Gesünder dürfte es in jedem Fall sein, für seine psychische Gesundheit und Leistungsfähigkeit vorzusorgen, indem man seine eigene Resilienz stärkt. Wirksam sind dafür insbesondere die Förderung von sozialen Kontakten, Achtsamkeit, Umdenken und das aktive Herangehen an herausfordernde Situationen.“

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