18. Juli 2018
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Ein Bewerber hat keinen Anspruch auf Einstellung in den mittleren Dienst der Vollzugspolizei, wenn er Cannabis konsumiert. Das hat das VG Berlin in einem Urteil vom 4.7.2018 (26 L 130.18) entschieden, das am 16.7.2018 veröffentlicht wurde.

05.07.2010

Die Kündigung eines Chefarztes durch ein Krankenhauses in katholischer Trägerschaft anlässlich seiner zweiten Eheschließung ist unverhältnismäßig, wenn der Arbeitgeber seit Jahren von der neuen Beziehung wusste. Es verstößt außerdem gegen den Gleichbehandlungsgrundsatz, wenn nur katholischen Ärzten gekündigt wird, nicht jedoch protestantischen (LAG Düsseldorf, Urt. v. 1.7.2010 – 5 Sa 996/09). 

05.07.2010

Mitarbeiterinnen, die wegen Schwangerschaft beurlaubt oder auf einem anderen Arbeitsplatz beschäftigt sind, haben Anspruch auf ihr gewohntes monatliches Grundentgelt sowie die Zulagen, die an ihre berufliche Stellung anknüpfen. Dagegen erhalten sie keine Zulagen, die Nachteile bei der Ausübung bestimmter Tätigkeiten wegen besonderer Umstände ausgleichen sollen, wenn sie diese nicht tatsächlich ausüben (EuGH, Urt. v. 1.7.2010 – C-194/08 und C-471/08). 

24.06.2010

Der Arbeitgeber ist verpflichtet, einem alleinerziehenden Betriebsratsmitglied die Fremdbetreuungskosten für seine minderjährigen Kinder im erforderlichen Umfang zu erstatten, wenn es mehrere Tage auswärts tätig sein muss (BAG, Beschl. v. 23.6.2010 – 7 ABR 103/08).

23.06.2010

Der Zehnte Senat des BAG hat sich der Ansicht des Vierten Senats angeschlossen und damit den Grundsatz der Tarifeinheit gekippt (BAG, Beschl. v. 23.6.2010 – 10 AS 2/10 und 10 AS 3/10). 

17.06.2010

Wendet der Arbeitgeber auf die von einer Verlagerungsentscheidung betroffenen Arbeitnehmer einen - ausschließlich begünstigenden - Tarifvertrag an, der offensichtlich nicht für sie gilt, darf er nicht ohne sachlichen Grund bei den zuletzt umgezogenen Mitarbeitern diese Praxis aufgeben (BAG, Urt. v. 16.6.2010 – 4 AZR 928/08). 

16.06.2010

Geht ein Arbeitsverhältnis durch Betriebsübergang auf einen anderen Arbeitgeber über, besteht es weiter und ist für den Erwerb gesetzlich unverfallbarer Anwartschaften auch in der Insolvenz rechtserheblich. Die Voraussetzungen für den Widerruf eines Bezugsrechts, weil der Mitarbeiter „ausgeschieden“ ist, liegen nicht vor (BAG, Urt. v. 15.6. 2010 – 3 AZR 334/06).

10.06.2010

Auch bei geringfügigen Eigentumsdelikten kann eine Abmahnung als milderes Mittel ausreichen, um das für die Fortsetzung des Vertrags notwendige Vertrauen in die Redlichkeit des Mitarbeiters wieder herzustellen (BAG, Urt. v. 10.6.2010 – 2 AZR 541/09).

01.06.2010

Das LAG Köln hat dem Europäischen Gerichtshof (EuGH) eine Reihe von Fragen zur Auslegung des § 5 Nr. 1 der europäischen Rahmenvereinbarung über befristete Arbeitsverträge vorgelegt. Dabei geht es im Wesentlichen darum, ob Kettenbefristungen im öffentlichen Dienst zulässig sind (LAG Köln, Beschl. v. 13.4.2010 – 7 Sa 1224/09). 

27.05.2010

Das LAG Hamm möchte vom Europäischen Gerichtshof (EuGH) wissen, ob sich bei Mitarbeitern, die jahrelang arbeitsunfähig sind, der gesetzliche Mindesturlaub über die gesamte Dauer ohne zeitliche Begrenzung ansammelt (LAG Hamm, Beschl. v. 15.4.2010 – 16 Sa 1176/09).

26.05.2010

Das BAG hat den Europäischen Gerichtshof (EuGH) angerufen, um klären zu lassen, ob einem abgelehnten Bewerber nach dem Gemeinschaftsrecht ein Auskunftsanspruch gegen den Arbeitgeber zusteht, aufgrund welcher Kriterien er einen anderen Bewerber eingestellt hat (BAG, Beschl. v. 20.5.2010 – 8 AZR 287/08 (A)). 

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