Azubi-Gehälter 2012 gestiegen
Auszubildende hatten 2012 mehr Geld in der Tasche: Durchschnittlich verdienten Azubis im letzten Jahr 730 Euro brutto. Die Vergütung ist aber von vielen Faktoren abhängig. Zu diesen Ergebnissen kommt das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB).
Demnach verdienten Auszubildende 2012 in Westdeutschland 737 Euro und in Ostdeutschland 674 Euro im Monat. Zwischen den Ausbildungsberufen gibt es dennoch erhebliche Gehaltsunterschiede: So bleibt z. B.. Ende des Monats bei Lehrlingen in den Berufen Mechatroniker, Medientechnologe sowie Kaufmann für Versicherungen und Finanzen am meisten übrig. Eher niedrig waren die Löhne bei den Malern und Lackierern, Bäckern, Floristen und Friseuren. Branchentechnisch haben Azubis in Industrie und Handel sowie im Öffentlichen Dienst überdurchschnittlich viel verdient. Unter dem Gesamtdurchschnitt lagen dagegen bspw. die Vergütungen im Handwerk.
Aber auch bei den Geschlechtern gab es Gehaltsunterschiede: In Westdeutschland betrug der durchschnittliche Monatsbetrag für junge Männer 751 Euro (Osten 692 Euro) und für junge Frauen 715 Euro (Osten 642 Euro). Die Unterschiede resultieren dabei ausschließlich aus der unterschiedlichen Verteilung von Männern und Frauen auf die Ausbildungsberufe.
Ausschlaggebend für den Anstieg der Ausbildungsvergütungen insgesamt dürfte laut BIBB zum einen die insgesamt nach wie vor günstige Wirtschaftslage in Deutschland gewesen sein, die auch bei den Tariflöhnen und -gehältern zu deutlich höheren Abschlussraten führte. Zum anderen wird die demografische Entwicklung eine Rolle gespielt haben, die sich inzwischen deutlich auf den Ausbildungsmarkt auswirkt und es Betrieben zunehmend schwerer macht, ihre Ausbildungsstellen zu besetzen. Wie die längerfristige Beobachtung zeigt, beeinflusste die jeweilige Ausbildungsmarktsituation in der Vergangenheit immer auch die Entwicklung der tariflichen Ausbildungsvergütungen.
