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Prof. Dr. Jutta Rump Professorin für Personalmanagement und Gründungsdirektorin des IBE Bild: Simon Wegener
Bild: Simon Wegener
Lesedauer: ca. 3 Minuten
PERSÖNLICH

„Gute Führung gibt Orientierung“

Fragen an Jutta Rump

Wären Sie nicht Personalerin geworden, was dann?

Ich wäre wahrscheinlich Ärztin geworden.

Warum haben Sie sich für Ihren Beruf entschieden?

Ich habe nach einem Beruf mit einem hohen Maß an Selbstbestimmtheit gesucht. Und dann ist eines zum anderen gekommen.

Was macht gute Führung heute aus?

Gute Führung gibt Orientierung in einer komplexen Welt. Sie entwickelt Menschen weiter (entsprechend der Stärken) und schafft den Rahmen, in dem Leistung und Menschlichkeit gleichermaßen ihren Platz haben.

Was sollten Unternehmen unbedingt verlernen?

Den Glauben, dass Anwesenheit automatisch Produktivität bedeutet und dass Kontrolle bessere Ergebnisse liefert als Vertrauen.

Was hat Sie in Ihren ersten Berufsjahren am meisten geprägt und welcher Rat hat Ihnen am meisten genützt?

Der Rat, der mich immens beeinflusst hat, war: Besinne dich auf das, was Du gut kannst. Nur hier wirst Du besser sein als andere. Und das ist ein essenzieller Faktor für Erfolg im Beruf und ein wichtiger Hebel für Karriere.

Was motiviert Sie nach so vielen Jahren im Beruf noch immer?

Mich motiviert die Möglichkeit, Entwicklungen früh zu erkennen, neue Ideen anzustoßen und Menschen sowie Organisationen dabei zu unterstützen, die Zukunft aktiv zu gestalten.

Welche Frage stellen Sie sich selbst aktuell oft?

Wie können wir die Vielfalt der Transformation konstruktiv meistern, ohne uns in Grabenkämpfen zu verlieren? Ich frage mich oft, wie es gelingen kann, trotz unterschiedlicher Interessen gemeinsam nach tragfähigen Lösungen zu suchen.

Gibt es Lücken in Ihrem Lebenslauf?

Es gibt keine Lücken im Lebenslauf.

Arbeitnehmer sind dann gut, wenn …

… sie nach ihren Stärken und Talenten eingesetzt sind und entwickelt werden.

Welche Themen stehen in den nächsten Monaten auf Ihrer Agenda?

Der Einsatz von digitaler Automatisierung und KI als Assistenzsysteme in der Arbeitswelt – in allen Facetten – steht heute und in den nächsten Monaten im Fokus.

Worauf sollten Arbeitgeber beim Einsatz von KI besonders achten?

Reden wir von digitaler Automatisierung oder KI als Assistenzsystem? Bei digitaler Automatisierung sind die Voraussetzungen eine Prozessanalyse, eine Prozessoptimierung sowie -standardisierung und ein gutes Schnittstellenmanagement. KI als Assistenzsystem braucht Fachwissen und meta-kognitive Kompetenzen bei den Menschen, die auf der Basis der KI-Zuarbeit Entscheidungen treffen und Verantwortung tragen.

Was bedeutet Arbeit für Sie?

Arbeit bedeutet für mich, etwas in Bewegung zu setzen. Und natürlich meinen Lebensunterhalt bestreiten zu können.

Welche Entwicklung in der Arbeitswelt stimmt Sie optimistisch?

Dass immer stärker erkannt wird, dass Zukunftsfähigkeit nicht allein von Technologie abhängt, sondern auch von den Kompetenzen, der Leistungsbereitschaft und -fähigkeit sowie der Innovationskraft der Menschen.

Welche Eigenschaft schätzen Sie besonders an anderen Menschen?

Ehrlichkeit.

Wie haben sich Ihre Ziele im Laufe Ihres Lebens verändert?

Meine Ziele haben sich nicht verändert. Die Wege dahin schon.

Wofür hatten Sie schon als Kind eine Begeisterung, die Sie bis heute behalten haben?

Ich reise gerne. Im Laufe meines Lebens will ich die Welt gesehen haben.

Auf welche Rituale könnten Sie nicht verzichten?

Der Tag muss mit einem Frühstück beginnen.

Welches Buch muss mit in Ihren Urlaub?

„Dear Britain“ von Annette Dittert.

Wer war für Sie die einflussreichste Person in Ihrem Leben?

Meine Großmutter hat meinen Lebensweg stark geprägt. Sie hat mir mitgegeben, dass Eigenständigkeit die beste Investition ist, die man tätigen kann.

Welchen Rat geben Sie Ihrem jüngeren Ich mit auf den Weg?

Schau auf Deine Stärken, aber Fleiß und Disziplin gehören wohl auch dazu, um erfolgreich zu sein.

Verraten Sie uns Ihr Lebensmotto?

In Bewegung bleiben, ohne die Balance zu verlieren.

Prof. Dr. Jutta Rump

Prof. Dr. Jutta Rump

Dieser Artikel im Heft

„Gute Führung gibt Orientierung“

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54
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55