Literaturtipp: Flexibel in die Rente
Literaturtipp: Flexibel in die Rente
Von Norbert Fröhler, Dr. Thilo Fehmel und Prof. Dr. Ute Klammer, 2013, edition sigma, Berlin, 702 Seiten, Preis: 45,90 Euro
Seit mehr als 20 Jahren werden die gesetzlichen Möglichkeiten des vorzeitigen oder gleitenden Erwerbsausstiegs nach und nach eingeschränkt. Die Studie von Fröhler, Fremmel und Klammer, herausgegeben von der Hans- Böckler-Stiftung, Düsseldorf, geht der Frage nach, wie tarifliche und betriebliche Akteure auf den Abbau staatlicher Optionen des flexiblen Rentenübergangs reagieren und welche Strategien und Initiativen sie entwickelt haben. Sie bietet einen Einblick in die Regelungsvielfalt von Tarifverträgen und Betriebsvereinbarungen zum flexiblen Übergang in die Rente und erkundet die zugrunde liegenden Interessen- und Machtbeziehungen zwischen den Tarif- und Betriebsparteien. Durch die Kombination qualitativer und quantitativer Methoden gelingt es den Verfassern, die Folgen der „Entstaatlichung“, „Vertariflichung“ und „Verbetrieblichung“ des Rentenübergangs sowohl für die regulierenden Akteure als auch für die individuellen Handlungsspielräume der Beschäftigten zu beleuchten.
Fazit: In der Summe ergibt sich ein facettenreiches Bild des flexiblen Erwerbsausstiegs, der Nutzung von Übergangsinstrumenten durch die Arbeitnehmer sowie der möglichen zukünftigen Gestaltung des Rentenübergangs auf betrieblicher, tariflicher und gesetzlicher Ebene.
