50 % der Beschäftigten haben Arbeitszeitkonten

©PIXELIO/Gerd Altmann
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Flexible Arbeitszeiten werden immer beliebter: Gut die Hälfte der Beschäftigten in Deutschland verfügt mittlerweile über ein Arbeitszeitkonto. Dies geht aus dem Forschungsbericht „Flexibilität am Arbeitsmarkt durch Überstunden und Arbeitszeitkonten“ des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) in Nürnberg hervor.

2010 hätten 50 % der Arbeitnehmer ein Arbeitszeitkonto gehabt. Noch vor zwanzig Jahren habe dieser Wert bei 25 % im Westen und 4 % im Osten gelegen. Einen Ost-West-Unterschied gebe es heute nicht mehr.

Von Arbeitszeitkonten würden Beschäftigte und Betriebe gleichermaßen profitieren. Die Beschäftigten hätten durch Arbeitszeitkonten mehr Flexibilität und könnten so z. B. leichter Familie und Beruf vereinbaren. Die Unternehmen würden ebenfalls aufgrund der Erweiterung der Betriebszeiten profitieren. Auch könne so eine effiziente Anpassung an den (tatsächlichen) Arbeitsanfall in den Unternehmen realisiert werden.

 

Mit der Einführung von Arbeitszeitkonten würden bezahlte Überstunden z. T. durch „transitorische“ Überstunden ersetzt, die nicht extra vergütet, sondern durch Freizeit ausgeglichen werden. Dies führe auch dazu, dass die Anzahl bezahlter Überstunden im Zeitraum von 1991 bis 2010 zurückgegangen sei. 1991 habe es noch 1,2 Überstunden pro Woche und Abreitnehmer gegeben; mittlerweile liege dieser Wert bei 0,9 Stunde pro Woche. Bedingt durch die Wirtschaftskrise habe dieser Wert 2009 sogar bei nur 0,7 Stunden pro Kalenderwoche gelegen.

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