Bauwirtschaft: Rückgang der Arbeitsunfälle abgeschwächt

Quelle: pixabay.com
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Arbeitsunfälle werden immer seltener. 2015 verunglückten 102.333 Beschäftigte, 1.398 weniger als 2014. Die positive Tendenz setze sich zwar fort, verlangsame sich aber immer mehr, sagt Klaus-Richard Bergmann, Hauptgeschäftsführer der Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft (BG BAU).

Konjunkturbereinigt gehen die Zahlen ebenfalls langsamer zurück. 2015 lag die Unfallquote je 1.000 Beschäftigte bei 55,49 Fällen. Im Vorjahresvergleich sind sie um 0,68 % leicht zurückgegangen. In den Jahren davor hatte sich diese Quote meist um ganze 5 bis 8 % minimiert.
Die BG BAU registrierte im Jahr 2015 86 tödliche Unfälle. Im letzten Jahr waren es fünf weniger. Häufigste Ursachen waren Abstürze, bspw. von Dächern und Baugerüsten. Weitere Gründe sind herabfallende oder kippende Teile, wie umstürzende Schalungselemente, Paletten oder die Ladung von LKWs. Viele Todesfälle entstehen auch durch Maschinenunfälle.

Arbeitsunfälle verursachen neben Schmerzen und menschlichem Leid hohe Kosten. Für medizinische Behandlungen, anschließende Reha-Maßnahmen und Renten zahlte die BG BAU im letzten Jahr über eine Milliarde Euro. Die Berufsgenossenschaft will den Gefährdungen Maßnahmen entgegensetzen und analysiert dafür die Unfallursachen. Außerdem sollen intensive Beratungsgespräche in den Unternehmen und auf Baustellen den Unfallschutz verbessern, erklärt Bergmann. Allein 2015 gab es in ganz Deutschland über 220.000 Betriebsbesichtigungen. Neben der Verbesserung der Organisation des Arbeitsschutzes und der Technik müssen die Beteiligten ihre eigene Verantwortung gegenüber sich selbst und anderen noch bewusster wahrnehmen, betont der Hauptgeschäftsführer.

Das Arbeitsrecht unterliegt dem ständigen Wandel der Rechtsprechung. Handwerkliche Fehler sind teuer und vermeidbar. Personalverantwortliche müssen dafür die aktuellen Entwicklungen im Auge behalten.

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