Bedenken gegen geplante Flexibilisierung des ArbZG

Quelle: pexels.com
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Die von Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles geplante Lockerung der gesetzlichen Ruhezeiten-Regelungen birgt Unfall- und Gesundheitsrisiken. Davor warnt der Wissenschaftliche Dienst des Bundestages in einem Gutachten.

Werde die Ruhezeit verkürzt, könne Zeitdruck bspw. zu riskantem Fahrverhalten führen. Damit erhöhe sich das Risiko von Wegeunfällen. Zerstückelte Ruhezeiten – durch das Arbeiten am Laptop oder Handy von zuhause – würden dazu führen, dass die empfohlene Schlafdauer von sieben bis acht Stunden nicht erreicht werden, mahnt der Wissenschaftliche Dienst. „Eine Mindestruhezeit von elf Stunden ist aus arbeitswissenschaftlicher Sicht von sehr hoher Bedeutung für die Sicherheit und Gesundheit der Beschäftigten.“

Die geplante Lockerung der Arbeitszeitvorschriften ist eine Reaktion auf den digitalen Wandel, mit dem oft das Lesen und Beantworten vom E-Mails oder SMS nach oder vor Dienstschluss einhergeht. Mehr Flexibilität bei der Arbeitszeit will Nahles Unternehmen nur dann ermöglichen, wenn sich diese mit den Gewerkschaften auf tarifvertragliche Regelungen einigen.

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Der Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung (sog. Wirtschaftsweisen) hat eine Lockerung des ArbZG gefordert.

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