Boom auf dem Lehrstellenmarkt

© PIXELIO/Paul Georg Meister
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„Hervorragende Chancen“ bescheinigt Hans Heinrich Driftmann, Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), Jugendlichen, die noch einen Ausbildungsplatz suchen.  

Denn obwohl die Unternehmen bis Ende Juli 6,4 % mehr neue Ausbildungsverträge abgeschlossen hätten als letztes Jahr, seien noch viele Stellen unbesetzt, besonders im Handel und in der Gastronomie. Aber auch in beliebten Berufen, wie Fachinformatiker oder Bankkaufmann, gebe es noch Vakanzen. In den alten Bundesländern betrage der Zuwachs bei den Ausbildungsverträgen dieses Jahr 7 %. In den neuen Bundesländern hätten die Unternehmen 2,7 % mehr Azubis eingestellt. Und das bei einem Bewerberrückgang um insgesamt 3 %. Aber gerade in Ostdeutschland hätten die Firmen große Schwierigkeiten, genug geeignete Kandidaten zu finden. Hier habe sich die Zahl der Schulabgänger seit 2005 halbiert. „Die Entwicklung auf dem Ausbildungsmarkt zeigt, dass die Betriebe sich auf den steigenden Fachkräftebedarf einstellen und Verträge frühzeitiger abschließen, aber auch schwächeren Jugendlichen zunehmend Chancen geben“, kommentierte Driftmann das Ergebnis.

 

Ein weiteres Problem seien die mangelhaften schulischen Leistungen vieler Bewerber. „Rund 20 % der Schulabgänger können laut Pisa nicht ausreichend lesen, schreiben und rechnen“, beklagte der DIHK-Präsident. Die Konsequenz daraus: Mehr als 50.000 Ausbildungsplätze würden dieses Jahr unbesetzt bleiben. Driftmann zeigte sich daher überzeugt, dass der im Herbst 2010 verlängerte Nationale Ausbildungspakt mit dem Ziel, Ausbildungsreife und Berufsorientierung zu verbessern, die richtigen Schwerpunkte setze.

Das Buch geht auf die realen Arbeitssituationen, die im Umbruch sind, ein und zeigt sowohl arbeitsrechtliche Herausforderungen als auch erste, bereits in der Unternehmenspraxis umgesetzte Lösungsansätze auf.

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