Bundesregierung plant „Großelternzeit“

©PIXELIO/Thomas Weiss
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Bundesfamilienministerin Schröder will berufstätigen Großeltern zur Betreuung ihrer Enkel eine Auszeit ermöglichen sowie die bestehende Elternzeit flexibler gestalten. Dies geht aus dem achten Familienbericht „Zeit für Familie“ der Bundesregierung hervor.

Der Anspruch auf Großelternzeit - den es zwar jetzt schon gibt - soll weiterentwickelt werden. Dieser soll für Großeltern ähnlich wie der Anspruch auf Elternzeit gestaltet werden und sich nicht mehr auf Härtefälle beschränken - etwa wenn eine junge Mutter unter 21 Jahre alt ist und sich noch in der Ausbildung befindet. "Die Großeltern sind fest in das Betreuungsmanagement eingebunden", kommentierte Schröder. "Das ist schon jetzt Lebenswirklichkeit.“ Insbesondere das Engagement und die Beteiligung älterer Menschen solle so gesichert werden.

Geplant sei zudem eine Flexibilisierung der eigentlichen Elternzeit. So soll es zukünftig möglich sein, die Elternzeit 24 Monate bis zur Vollendung des 14. Lebensjahres des Kindes zu nehmen - bisher konnte man maximal zwölf Monate der Elternzeit bis zum Ende des achten Lebensjahres des Kindes strecken.

Auch ist ein Rechtsanspruch auf einen Kita-Platz bereits ab dem ersten Lebensjahr des Kindes vorgesehen. Bislang sieht das Gesetz einen solchen Anspruch erst ab dem 3. Lebensjahr vor.

 

Schröder kündigte zudem eine "Zeitpolitik" an, die den Familien mehr Freiräume bei der Ausgestaltung ihres Alltaglebens schaffen soll. Unter anderem sei es ein Ziel, die Öffnungszeiten von Schulen, Kitas und Behörden besser aufeinander abzustimmen. "Zeit für die Familie zu haben, gehört zu den zentralen Voraussetzungen, damit Familienleben gelingen kann", sagte Schröder.

Die Pläne sollen noch diese Wahlperiode durchgesetzt werden.

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