BVAU: Arbeitsrechtler in Unternehmen gründen Bundesverband

© Gerd Altmann/
pixelio.de
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Nun haben auch die Arbeitsrechtler in Unternehmen eine eigene Interessenvertretung: den Ende April frisch aus der Taufe gehobenen Bundesverband der Arbeitsrechtler in Unternehmen (BVAU).

Der BVAU sieht sich als die unabhängige, bundesweit tätige, branchenübergreifende und personenbezogene Interessenvereinigung für Arbeitsrechtler in Unternehmen. „Der BVAU schließt endlich eine seit Langem bestehende Lücke. Eine der wichtigsten Expertengruppen der betrieblichen Praxis hat sich nun formiert, um den praxisbezogenen Austausch von Best Practices auszuüben und der Arbeitsrechtspraxis der Politik gegenüber eine Stimme zu geben – jedoch ohne richtungspolitischen Anspruch“, erläutert Alexander R. Zumkeller, erster Präsident des BVAU, die Zielsetzung.

Dazu gehört die aktive und direkte, ausschließlich praxisbezogene Interessenvertretung gegenüber Politik und Öffentlichkeit, um ein praxisgerechtes Arbeitsrecht im partnerschaftlichen Dialog sowie Austausch mit sozialpolitischen Verbänden und berufsständischen Vereinigungen zu fördern.

Gleichzeitig soll es einen regelmäßigen Informationsaustausch und Wissenstransfer der Mitglieder vor dem Hintergrund der Anforderungen der betrieblichen Praxis geben. Wichtig ist dem Verband außerdem, die Arbeitsrechtler in Unternehmen als eine der wichtigsten Expertengruppen in Unternehmen und Wirtschaft zu profilieren.

Einen weiteren Fokus will man auf die Förderung des Arbeitsrechts als attraktive Fachdisziplin der betrieblichen Praxis legen. Spezielles Augenmerk gilt hier der Aus- und Weiterbildung des juristischen Nachwuchses.

Der BVAU sieht sich nicht als sozialpolitische oder berufsständische Vereinigung, sondern als von der Politik unabhängige Interessensvereinigung. Seine Ziele speisen sich ausschließlich aus Bedarf und Wirklichkeit der betrieblichen Praxis.

„Oft berücksichtigen notwendige, politische Grundsatzdiskussionen zwar die gesellschaftspolitische Argumentation. Die neutrale Bewertung derjenigen, die arbeitsrechtliche Gesetzgebung und Rechtsprechung in den Unternehmen täglich anwenden müssen und daher über enorme Praxiserfahrung verfügen, kommt allerdings oftmals zu kurz“, betont Dr. Rupert Felder, stellvertretender Präsident des BVAU.
 

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