Durcharbeiten: „Pausenfeindliches Klima“ im Büro

(c) petra bork / pixelio.de
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Viele Arbeitnehmer nutzen ihnen zustehende Erholungszeiten nicht aus. Ein Fünftel beklagt sogar ein „pausenfeindliches Klima“ auf Arbeit. Das ist das Ergebnis einer Repräsentativ-Umfrage von TNS Infratest im Auftrag von ver.di.

90 % gaben an, dass in ihrem Betrieb oder ihrer Dienststelle eine tägliche Ruhephase vorgesehen ist. Einer von zehn Befragten nutzt diese aber nur selten oder nie und 20 % nehmen die Arbeitsunterbrechung nur verkürzt in Anspruch.
Häufig fehlt es an Räumen, Sitz- oder Kochgelegenheiten sowie Rückzugsmöglichkeiten für die Belegschaft.

Hauptgründe für den Verzicht auf die Pause sind vor allem hohes Arbeitsauskommen, die Verantwortung gegenüber anderen Mitarbeitern – die nicht übermäßig belastet sei sollen – und, dass der Arbeitgeber die Inanspruchnahme der arbeitsfreien Zeit nicht zulässt. Teilweise verkürzen Beschäftigte ihre Ruhezeit auch, weil u. a. Arbeitsanforderungen dazwischen kommen oder lange Wege zu den Aufenthaltsräumen von der Erholungszeit abgehen. Jeder Vierte nimmt sich Kollegen zum Vorbild, die ihre Pausenzeiten ebenfalls nicht ausschöpfen. In einigen Fällen fällt die Ruhezeit zu kurz aus, weil der Chef die volle Nutzung dieser nicht gern sieht.

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