Elterngeld Plus: Zahl der Anträge verdoppelt

Quelle: pixabay.com
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Ein Drittel der Antragsteller von Elterngeld haben sich zuletzt für das Elterngeld Plus entschieden. Zur Einführung dieser Leistung (Mitte 2015) lag die Zahl noch bei 13,8 %. Das geht aus einem Bericht des Bundesfamilienministeriums vom 10.1.2018 hervor, mit dem die Bundesregierung die im BEEG gesetzlich vorgesehene Berichtspflicht erfüllt. Grundlage für den Bericht sind Zahlen des Statistischen Bundesamts und Ergebnisse einer Umfrage unter Elterngeld Plus Beziehern.

Mit dem Elterngeld Plus können Antragsteller, die Teilzeit arbeiten, länger Elterngeld beziehen. Bundesfamilienministerin Dr. Katarina Barley zeigt sich von der Entwicklung erfreut: „Das Elterngeld Plus hat dazu geführt, dass Frauen wieder stärker in den Beruf einsteigen können und dass sich Väter mehr Zeit für ihre Kinder nehmen: Der Partnerschaftsbonus ermutigt Eltern, die sich die Zeit für Familie und Beruf gleichmäßig aufteilen möchten, diesen Wunsch umzusetzen.“ Ähnlich positiv äußert sich die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände, die sich flankierend den flächendeckenden Ausbau von Kinderbetreuungsangeboten wünscht und die Stärkung flexibler Beschäftigung fordert.
Mehr Zeit mit dem Kind ist für Eltern der wichtigste Grund, die Leistung zu beantragen. Väter glauben, mit der weiter gehenden Förderung einen größeren Anteil bei der Kinderbetreuung übernehmen zu können. 41 % der Elterngeld Plus beziehenden Väter hätten sich ohne das Angebot sonst weniger Zeit genommen. Der sog. Partnerschaftsbonus, der eine ausgeglichene Aufteilung der Kinderbetreuung zwischen den Eltern stärken soll, erfreut sich dann auch bei den Vätern großer Beliebtheit. Im Schnitt entscheiden sich rund 27 % der Väter im Rahmen des Elterngeld Plus Antrages für den Partnerschaftsbonus. Die Auswirkungen sind messbar: Beziehen Mütter und Väter Elterngeld Plus, so betreuen etwa ein Viertel der Eltern ihr Kind gleich viel. Während der Partnerbonusmonate beträgt der Wert stolze 82 %.

Das Elterngeld Plus wird als Lohnersatzleistung für bis zu 28 Monate gezahlt und beträgt höchstens 900 Euro, mindestens 150 Euro. Sind beide Elternteile an 25 bis 30 Wochenstunden in Teilzeit tätig, haben sie einen Anspruch auf Bezug der Leistung für weitere vier Monate, vorausgesetzt sie kümmern sich beide um den Nachwuchs.

Redaktion (allg.)
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