Gehaltsbudgets bleiben trotz Krise stabil

© PIXELIO/Gerd Altmann
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Wirtschaftskrise hin, Rettungsschirme her – der Gehaltsrubel wird in Westeuropa gleichmäßig weiter nach oben rollen, sogar in Griechenland.

Das meldet Aon Hewitt als Ergebnis seiner Studie „Salary Increase Survey 2012“. Für Deutschland seien dieses Jahr Lohnsteigerungen von 3 % zu erwarten. Damit liege die Prognose nur geringfügig unter der für 2001 mit 3,1 %, obwohl damals die wirtschaftliche Lage weitaus stabiler gewesen sei. Die Werte für die anderen westeuropäischen Länder wichen davon nur um maximal 0,3 Prozentpunkte nach oben oder unten ab. Die Unternehmen hätten also trotz der anvisierten Konjunkturverschlechterung nicht an der Stellschraube Gehaltsbudget gedreht. Der Spielraum für Gehaltserhöhungen sei demnach vorhanden, wenn auch noch nicht wieder auf dem Vorkrisenniveau von 2009. Dabei ließen sich aufgrund der sinkenden Inflationsraten die Budgets durchaus reduzieren, ohne dass es zu Reallohneinbußen bei den Beschäftigten käme. Ausgehend von einer Inflationsrate von 2,1 % zu Anfang dieses Jahres könnten sich die Arbeitnehmer in Deutschland daher voraussichtlich über ein reales Plus von knapp 1 % in 2012 freuen. Dasselbe gelte für die anderen untersuchten Länder, mit Ausnahme von Großbritannien.

 

„Die Arbeitgeber bemühen sich, wieder allen Mitarbeitern Gehaltserhöhungen zukommen zu lassen und nicht, wie während der globalen Wirtschaftskrise, sehr selektiv die High-Performer bei der Vergabe der Budgets zu bevorzugen“, interpretiert Marco Reiners, Leiter des Vergütungsbereichs bei Aon Hewitt, das Ergebnis. Das mache es zwar nicht leichter, seltene Talente leistungsgerecht zu bezahlen, deute aber darauf hin, dass die Firmen sich wieder mehr in der Verantwortung gegenüber allen Mitarbeitern sehen. „Unabhängig davon sollten Unternehmen vermehrt auf die effektive Kommunikation von Gesamtvergütungspaketen und deren Wert setzen“, rät Reiners. „Vor allem nicht monetäre Benefits sollten den Mitarbeitern bekannt und verständlich sein, um eine höhere Wertschätzung bei diesen zu erreichen.“

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