Gender Pay Gap: Einkommensrückstand trotz gleichem Beruf

(c) Tim Reckmann / pixelio.de
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Frauen verdienen in Deutschland zum Teil deutlich weniger als Männer. Das Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Institut (WSI) in der Hans-Böckler-Stiftung untersuchte auf Basis der Lohnspiegeldatenbank die Gehaltsdaten von 20 verschiedenen Berufen und machte Unterschiede von sechs bis 28 % aus.

Am größten ist die Differenz in der Versicherungsbranche. Ein Versicherungskaufmann verdient durchschnittlich 4.160 Euro im Monat, seine Kolleginnen müssen hingegen mit 3.012 Euro nach Hause gehen. Auch bei den Chemikern besteht eine große Lücke: Frauen erhalten im Schnitt 4.291 Euro Lohn, Männer 946 Euro mehr. Ein ähnlich gravierendes Ungleichgewicht ist bei den Bautechnikern zu beobachten, wo das Verhältnis 2.223 Euro zu 2.620 Euro beträgt. Aber auch in weniger gut bezahlten Berufen erhalten die Geschlechter stark abweichende Löhne. Köche verdienen bspw. rund 2.179 Euro brutto im Monat, Köchinnen hingegen nur 1.805 Euro. Geringer ist die Kluft bei Krankenpflegern, die bei einem Einkommen von 2.613 Euro rund 187 Euro mehr als ihre weiblichen Kollegen verdienen. Den geringsten Gehaltsunterschied verzeichnen Fachinformatiker. Hier liegt die Differenz bei 6 %: Frauen verdienen 2.719 Euro und Männer 2.901 Euro.

Laut WSI-Experte Reinhard Bispinck sollten die Unternehmen den Ursachen für den Einkommensrückstand auf den Grund gehen und die Gehaltssysteme überprüfen. Nur so könnten Schwachpunkte ausfindig gemacht und Benachteiligungen von Frauen verringert werden.

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