Montag, 26. November 2018

GmbH-Geschäftsführer im Gehaltsvergleich

Quelle: pixabay.com

Wer erfolgreich ein Software-Unternehmen führt, verdient durchschnittlich 126.000 Euro, lautet ein Ergebnis der Umfrage des Beratungsunternehmens BBE Media und des Deutschen Steuerberaterverbands. Dazu wurden 3.000 GmbH-Geschäftsführer nach ihrem Jahresgehalt befragt. In Deutschland gibt es mehr als 700.000 Kapitalgesellschaften und ebenso viele Führungsspitzen. Wer sich mit seinem Unternehmen in der Industrie bewegt, gehört zu den Top-Verdienern. Das jährliche Durchschnittsgehalt liegt hier bei 140.556 Euro brutto. Die Pharma- und Chemieindustrie sind tonangebend. Über 168.966 Euro brutto jährlich freuen sich die Geschäftsführer und erhalten zusätzlich Tantiemen i. H. v. 67.597 Euro. Die in der Studie genannten Summen sind Medianwerte.

Chefs von Unternehmen in der Digitalbranche müssen Abstriche beim Gehalt in Kauf nehmen. Hier verdienen sie durchschnittlich 126.021 Euro brutto jährlich mit ihren EDV- und Software-Firmen, während die Kollegen in der Internet- und Telekommunikationsbranche im Schnitt 122.808 Euro nach einem Geschäftsjahr auf ihrem Gehaltszettel stehen haben.
In E-Commerce-Unternehmen dürfen sich die Manager immerhin noch über 116.318 Euro brutto jährlich freuen. Im Handwerk wird deutlich weniger verdient. Ein Tischler mit eigener Firma liegt laut Umfrage bei 93.145 Euro. In der Start-up-Szene müssen sich CEOs mit 54.295 begnügen.

Bei den Start-ups beträgt übrigens der Anteil der Gründerinnen lediglich 17 %. Insgesamt werden laut Studie nur 8,6 % aller GmbHs von Frauen geführt. Doch nicht nur das. Geschäftsführerinnen erhalten bei gleicher Leistung weniger Geld als ihre männlichen Kollegen. Der Gender-Pay-Gap liegt in der Chefetage bei rund 15 %.

Statussymbol ist und bleibt offenbar der Dienstwagen. Während die Start-up-Szene nicht von dicken Autos hält, will man in der restlichen Geschäftswelt nicht darauf verzichten. Mit 86 % möchte ein Großteil der GmbH-Geschäftsführer nicht auf einen Firmenwagen verzichten und fährt am liebsten einen Audi A6 oder einen 5er-BMW.

Noch kein Abonnent von Arbeit und Arbeitsrecht (AuA)? Hier können Sie drei Ausgaben kostenfrei testen!