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Gute Ausbildung: Wer profitiert?

Junge Fachkräfte, die eine gute Ausbildung genossen haben, sind begehrt auf dem Arbeitsmarkt. Doch nicht nur der ausbildende Betrieb profitiert von der Qualität der Ausbildung - auch das nächste Unternehmen hat etwas davon. Dies geht aus einer aktuellen Studie des Zentrums für europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) hervor.


Rund zwei Drittel der Azubis in Deutschland würden auch nach der Ausbildung im Lehrbetrieb bleiben; nach einem Jahr seien es fast weniger als die Hälfte. Arbeitnehmer, die direkt nach der Ausbildung das Unternehmen wechseln, stünden in Verdacht, schlechtere Leistungen zu erbringen. Folge: eine deutlich geringere Bezahlung als ihre Kollegen, die im Ausbildungsbetrieb verbleiben.

Die Studie zeige, dass Firmen, die fremde Auszubildende übernehmen, sich deren Berufsweg genau anschauen und mit ihren Einstiegsangeboten auf eine hochwertige Ausbildung reagieren.
Habe das Ausbildungsunternehmen seinen Azubis einen höheren Lohn gezahlt, gelte dies als Zeichen für Qualität, da Hochlohnbetriebe sich in der Regel die besten Bewerber sichern konnten. Eine typischerweise höherwertige Ausbildung in einem Großbetrieb würden übernehmende Firmen mit einem Lohnaufschlag von 8 % honorieren. Wenn das ausbildende Unternehmen auch noch über einen Betriebsrat verfügt habe, werde ein Aufschlag von 4 % mehr Lohn gezahlt - dies sei eine Garantie für die Einhaltung hoher Ausbildungsstandards.
Zudem seien die Einstiegslöhne für Wechsler höher, wenn die alte Firma an sich wenige Azubis übernommen habe. Dies bedeute, dass auch gute Auszubildende das Unternehmen verlassen würden.
 

Redaktion (allg.)