Hohe Kosten für psychische Belastungen am Arbeitsplatz

© PIXELIO/Gerd Altmann
© PIXELIO/Gerd Altmann

Das wird teuer: Rund 7 Milliarden Euro kosten arbeitsbedingte psychische Erkrankungen jährlich. Dies geht aus einer aktuellen Studie im Auftrag der Hans-Böckler-Stiftung hervor.

 

 Zu diesen Ausgaben gehören neben den direkten Behandlungskosten auch die Arbeitsausfallkosten, die Krankengeldzahlungen, die Kosten krankheitsbedingter Frühverrentungen sowie Einnahmeverluste und Zusatzausgaben der Rentenversicherungen. Aber nicht nur Erkrankungen der Psyche sind die Folge von Leistungsdruck und geringen Entscheidungsspielräumen - auch Muskel-Skelett-Beschwerden oder Kreislauf- und Magen-Darm-Probleme können durch seelisch belastende Arbeitsbedingungen entstehen. Bezieht man in die Berechnung diese Krankheitsbilder mit ein, kommt man auf rund 10 Milliarden Euro direkte und 19 Milliarden Euro indirekte Kosten.

 

Laut Studie sind psychische Probleme die Hauptursache für Frühverrentung und Arbeitsunfähigkeit. Darunter fallen mehrere Krankheitsbilder, bspw. Depressionen, Angststörungen, Suchtprobleme oder Belastungsstörungen. Sie führen dabei oft zu langen Fehlzeiten im Unternehmen. Die Arbeitsunfähigkeit etwa bei Suchtproblemen und Angststörungen beträgt durchschnittlich 44 Tage.

 

Die Studie empfiehlt, vermehrt betriebliche Präventionsprogramme zu nutzen. Diese können einen großen Beitrag dazu leisten, den wirtschaftlichen Schaden von psychischen Erkrankungen und Belastungen zu reduzieren. Zahlreiche Studien aus den USA würden belegen, dass sich Präventionsmaßnahmen in aller Regel auch für das einzelne Unternehmen auszahlen. Ein in Gesundheitsprävention investierter Dollar erbringe Erträge zwischen zwei und zehn Dollar.

Kein Papier mehr? Dann ist AuA-Digital genau das Richtige für Sie. Einfach 60 Tage kostenlos testen. Nutzen Sie die papierlose Abrufbarkeit von tausenden Fachinformationen und Entscheidungs-Kommentaren.

Printer Friendly, PDF & Email

Müde, überfordert, antriebslos: Die Volkskrankheit Burnout hält immer häufiger Einzug in das Berufsleben. So fallen immer mehr Beschäftigte wegen

Eine Auswertung der Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Linksfraktion im Bundestag, ergab, dass die Anzahl der

Klassische Suchtmittel wie Tabak und Alkohol haben noch immer den größten Anteil aller suchtbedingten Arbeitsausfälle in Deutschland, allein der

2014 fielen durch Arbeitsunfähigkeit 1,5 Millionen Erwerbsjahre aus. Das ergibt eine ausgefallene Produktion von 57 Milliarden Euro, fand die

In den letzten sieben Jahren stiegen die krankheitsbedingten Fehlzeiten um fünf Tage. Schuld ist die Zunahme von langfristigen und chronischen

Seelenleiden bei Frauen gelten laut Krankenstandsanalyse der DAK-Gesundheit erstmals als Hauptursache für Fehlzeiten. Die Zahl der beruflichen