Immer mehr unbesetzte Ausbildungsstellen

Source: lifeofpix.com
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Zwischen 2007 und 2013 sank die Zahl der Ausbildungsbetriebe in Deutschland um rund 52.000. Jedes zehnte Unternehmen zog sich demnach aus der Ausbildung zurück, berichtet das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) Mitte Oktober 2015.

Eine Sonderauswertung des Qualifizierungspanels des BIBB zeigt zudem, dass es immer mehr unbesetzte Ausbildungsstellen gibt. Bezogen auf die verfügbaren Plätze stieg die Quote von 19,6 % vakanter Stellen im Jahr 2012 auf 27,2 % im Jahr 2014 – Das ist jeder vierte Ausbildungsplatz.
Von den Besetzungsproblemen besonders betroffen sind kleinere Betriebe mit bis zu 19 Beschäftigten. Der Anteil unbesetzter Ausbildungsstellen liegt hier bei 33 %. Mittelständische Betreibe warten mit einem Wert von 20,4 % auf und große Betriebe verzeichnen nur 7,8 % offene Stellen. Aber nicht nur die Größe des Unternehmens hat Einfluss auf die Besetzung von Stellen: Betracht man die einzelnen Branchen, lassen sich schnell beliebte und unbeliebte Sparten bei jungen Menschen ausmachen. Probleme haben insbesondere die Landwirtschaft, der Bergbau, Hotellerie und Gastronomie sowie Bauwirtschaft und Einzelhandel. Durchschnittlich bleiben hier 30 % bis 47 % der Plätze unbesetzt. Kaum Probleme vermelden hingegen die Bereiche Forschung und Entwicklung, Energie- und Wasserversorgung, Chemie/Pharmazie und das Kfz-Gewerbe.

Gründe für den Rückgang von abgeschlossenen Ausbildungsverträgen sind laut der befragten Betriebe vor allem die rückläufige Zahl an Bewerbungen, Bewerbungen von ungeeigneten Kandidaten und fehlende Attraktivität der Berufe selbst. Letztlich zeigen sich die Verantwortlichen auch zurückhaltender bei der Ausschreibung, weil die Kosten für die Ausbildung insgesamt gestiegen sind und teilweise schlechte Erfahrungen mit der Besetzung von Plätzen gemacht wurden.

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