Kaum berufliches soziales Netzwerken

© PIXELIO/Gerd Altmann
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In puncto neue Medien scheiden sich die Geister: Die einen sind begeisterte Nutzer von Facebook, Xing und Co., andere halten sich fern und mögen kein Netzwerken im Web. Zwei aktuelle Studien fanden nun heraus, dass Arbeitnehmer ihre Vorgesetzten ungern als Onlinekontakt „adden“ und der Mittelstand kaum die Nutzung von Social Media am Arbeitsplatz duldet.

Laut einer Umfrage des Hightech-Verbands BITKOM unter 1.002 Internetnutzern würden 56 % der Befragten eine Freundschaftsanfrage ihres Chefs in einem sozialen Netzwerk ablehnen. Frauen würden eine solche Anfrage dabei eher als Männer ablehnen. Nur 19 % der Befragten würde eine Einladung mit Sicherheit annehmen, genauso viele würden sie wahrscheinlich annehmen. Bei den Altersklassen würden die 30- bis 49-Jährigen herausstechen: Nur jeder zweite von ihnen würde den Chef sicher oder wahrscheinlich abblitzen lassen.

 

Der Mittelstand hingegen scheint kein Freund von Social Media zu sein: Laut aktuellem „Expertenmonitor“ des Kommunikationsdienstleisters buw Holding GmbH würden nur 8 % der 106 befragten Personaler von mittelständischen Unternehmen ihren Beschäftigten die private Nutzung von Social-Media-Plattformen während der Arbeitszeit erlauben. Zudem würden den Arbeitgeber die Mitarbeiterprofile in sozialen Netzwerken kaum interessieren. Knapp 70 % der Befragten hätten sogar angegeben, niemals auf Facebookprofile von Kollegen zu schauen und auch nicht zu prüfen, wie sich Mitarbeiter über den eigenen Arbeitgeber oder dessen Kunden äußern. Sechs von zehn Mittelständlern würden auch bei Stellenbewerbern keine Profile in sozialen Netzwerken anzuschauen.

„Unternehmen versagen sich die vielen Vorteile einer intelligenten Social-Media-Nutzung“, kommentiert Florian Stöhr, Community-Stratege von buw. „Wenn ich von meinen Mitarbeitern die Trennung von Privatleben und Arbeitswelt fordere, sollte ich wenigstens doch einen Blick darauf haben, was sie über mich im Social Web schreiben.“

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