Keine Chancengleichheit für Azubis mit ausländischen Wurzeln

(c) SPÖ Landtagsklub / pixelio.de
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Zwar ist für viele Unternehmen eine Ausbildung von Jugendlichen mit sog. Migrationshintergrund normal, gleichzeitig sorgen sich aber einige wegen vermeintlicher Sprachbarrieren oder kulturellen Unterschieden. Deshalb verzichteten 60 % der Betriebe bisher auf die Einstellung von Azubis mit ausländischen Wurzeln. Das geht aus einer repräsentativen Unternehmensbefragung im Auftrag der Bertelsmann Stiftung hervor.

Laut Studie bilden derzeit gerade einmal 15 % der Unternehmen, das sind 70.000 Arbeitgeber, einen oder mehrere Jugendliche nichtdeutscher Herkunft aus. Von denen, die das ablehnen, geben 38 % Sprachbarrieren und 14,7 % kulturelle Unterschiede sowie 9,1 % die Befürchtung schlechterer Leistungen als Gründe an.
Zwei Drittel aller Befragten wünschen sich aber vor allem mehr Transparenz über etwaige Unterstützungsleistungen wie Sprachkurse. Die Dringlichkeit einer Berücksichtigung aller zur Verfügung stehenden Arbeitskräfte macht Frank Frick, Bildungsexperte der Bertelsmann Stiftung, deutlich: „Mehr als ein Viertel der Jugendlichen hat heute ausländische Wurzeln. Ihnen Zugang zu Ausbildung zu vereinfachen, ist wesentlich für gelingende Integration und Fachkräftesicherung.“

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